Echt-Zaunwinde

Calystegia sepium s.str.


Gattung (genus)

Calystegia sepium agg.

Gattung (genus)

Zaunwinde / Calystegia

Familie (familia)

Windengewächse / Convolvulaceae


Synonyme: Gewöhnliche Zaunwinde, Große Winde;Convolvulus sepium

Laubblattstiele und Blütenstiele (fast) kahl; Laubblattstiele ohne Flügelung; Vorblätter (flachgedrückt) meist 10–15 mm breit, einander seitlich nicht oder nur wenig überlappend (den Kelch nicht völlig umhüllend), am Grund nicht ausgesackt, Apex spitz bis bespitzt; Blüten duftlos; Krone weiß (sehr selten etwas rosa), 35–50(55) mm lang, auch außen weiß; Staubblätter (15)17–23(25) mm lang; Antheren 4–6 mm lang. Gesamtlänge: 1–3 m lang. Geophyt. VI–IX. Auwälder, Ufersäume, Röhrichte, selten auch (Mais-) Äcker und halbruderal; collin–montan; häufig.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • Kletterpflanze (mit Ranken, Wurzeln, Haaren, Stacheln oder Seitenästen, sowie windende Pflanzen)
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Gesamtlänge: 1–3 m lang

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten

Blütenstiele (fast) kahl

Vorblätter (flachgedrückt) meist 10–15 mm breit, einander seitlich nicht oder nur wenig überlappend (den Kelch nicht völlig umhüllend), am Grund nicht ausgesackt, Apex spitz bis bespitzt

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone weiß (sehr selten etwas rosa), 35–50(55) mm lang, auch außen weiß

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Staubblätter (15)17–23(25) mm lang

Antheren 4–6 mm lang

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • mit Aussenkelch/Scheinkelch

Vorblätter (flachgedrückt) meist 10–15 mm breit, einander seitlich nicht oder nur wenig überlappend (den Kelch nicht völlig umhüllend)

Blütenduft:

  • ohne Blütenduft

Blüten duftlos

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Stängel stielrund
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Laubblattstiele und Blütenstiele (fast) kahl

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: wellig/kraus (dreidimensonal)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite eiförmig
  • Spreitengrund herzförmig
  • Spreitengrund spießförmig

Laubblattstiele (fast) kahl

Laubblattstiele ohne Flügelung

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Ufer und Röhrichte
  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Auwälder, Ufersäume, Röhrichte, selten auch (Mais-) Äcker und halbruderal

Ökologie:

  • Störungszeiger

Auwälder, Ufersäume, Röhrichte, selten auch (Mais-) Äcker und halbruderal

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

Auwälder, Ufersäume, Röhrichte, selten auch (Mais-) Äcker

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VI–IX