Eigentliche Schachblume

Fritillaria meleagris


Gattung (genus)

Schachblume, Kaiserkrone / Fritillaria

Familie (familia)

Liliengewächse / Liliaceae


Synonyme: Schachbrettblume,  Perlhuhn-Schachblume, (deutschländisch auch:) Kiebitzei oder Kiebitzblume

Zwiebel kugelig; Stängelblätter (4)5, niemals gegenständig, linealisch, 4–7 mm breit; Perigonblätter bräunlichpurpurn, Nektarium am Grund der Perigonblätter linealisch; Narbenäste ¼–⅓× so lang wie der Griffel; Frucht kugelig. Höhe: 15–25(30) cm, fruchtend ≈ 40 cm. Geophyt. (III)IV(V). Auwälder, Feuchtwiesen; collin; sehr selten. Südöstliches Süd-Burgenland (bei Hagensdorf und Luising)Die österreichischen Vorkommen sind die nördlichsten des natürlichen Areals; jene weiter nördlich wahrscheinlich Ansal­bungen und/oder Verwil­derungen. (Submediterranraum) Auch als Zierpflanze kultiviert und verwildert und auf Feucht­wiesen ange­salbt. 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Die österr. Vorkommen sind die nördlichsten des natürlichen Areals; jene weiter nördlich wahrscheinlich Ansal­bungen u./od. Verwil­derungen. (Submedit..) Auch als ZierPf kult. u. verwld u. auf Feucht­wiesen ange­salbt

Gebiet:

  • Südburgenland

Südöstliches Südburgenland (bei Hagensdorf u. Luising)

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Geophyt

Zwiebel kugelig

Wuchsform:

  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 15–25(30) cm, fruchtend ≈ 40 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten

Blüten meist einzeln, selten zu zweit stehend

Blüten nickend

Blütenblätter:

  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: violett

Nektarium am Grund der Perigonblätter linealisch

Perigonblätter bräunlichpurpurn

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

Narbenäste ¼–⅓× so lang wie der Griffel

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Zwiebel

Zwiebel kugelig (nicht ausgraben!)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Stängelblätter (4)5

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

Stängelblätter (4)5, niemals gegenständig, linealisch, 4–7 mm breit

Fruchtstand:

Frucht einzeln, selten zu zweien; kugelig.

Stängel zur Fruchtreife verlängert: Höhe: 15–25(30) cm, fruchtend ≈ 40 cm.

Frucht:

Frucht kugelig.

Höhe: 15–25(30) cm, fruchtend ≈ 40 cm

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore

Auwälder, Feuchtwiesen

Auch als Zierpflanze kultiviert u. verwildernd u. auf Feucht­wiesen ange­salbt

Ökologie:

  • Wechselfeuchtezeiger

Auwälder, Feuchtwiesen

Zeigerwerte: 8 7 4  8 7 5

Auch als Zierpflanze kultiviert und verwildert u. auf Feucht­wiesen ange­salbt

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 03 - März
  • 04 - April
  • 05 - Mai

(III)IV(V)