Schwarz-Bilsenkraut

Hyoscyamus niger


Gattung (genus)

Bilsenkraut / Hyoscyamus

Familie (familia)

Nachtschattengewächse / Solanaceae


Synonym: Echtes Bilsenkraut 

Pflanze (Laubblätter und Blüten) unangenehm riechend (ähnlich Paradeispflanze); Stängelblätter eiförmig bis elliptisch, fiederlappig mit dreieckigen, spitzen Lappen, beiderseits fein drüsenhaarig, die oberen Stängelblätter halbstängelumfassend; Kelch lang drüsenhaarig, zur Fruchtreife krugförmig, ca. 25–35 mm lang; Krone trichterig, meist 20–30 mm lang, blassgelb, violett geädert, im Schlund dunkelviolett. Höhe: 20–80 cm. Hemikryptophyt. (V)VI–X. Mäßig trockene Ruderalfluren (z.B. Eselsdistelflur), Burgruinen, Äcker; wärmeliebend; collin–submontan(–montan); zerstreut bis selten. Archäophyt. Stark giftig, psychotrop; Zauberpflanze (historische Rauschdroge), Arzneipflanze.                                                             

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Archäophyt

Lebensform:

Wuchsform:

  • bienn (zweijährig)
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • ausdauernd
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 20–80 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Infloreszenz dichtblütig
  • Infloreszenz vielblütig
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: gelb
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: violett
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone trichterig, meist 20–30 mm lang, blassgelb, violett geädert, im Schlund dunkelviolett

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

Kelch lang drüsenhaarig, zur Fruchtreife krugförmig, ca. 25–35 mm lang 

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze drüsig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze (Laubblätter und Blüten) unangenehm riechend (ähnlich Paradeispflanze)

Stark giftig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Behaarung: Haartyp: Drüsenhaare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattform: leierförmig (vergrößerter Endabschnitt oder Endblättchen)
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattrand: gebuchtet
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch

Pflanze (Laubblätter und Blüten) unangenehm riechend (ähnlich Paradeispflanze)

Stängelblätter eiförmig bis elliptisch, fiederlappig mit dreieckigen, spitzen Lappen, beiderseits fein drüsenhaarig, die oberen Stängelblätter halbstängelumfassend

Blattstiel:

die oberen Stängelblätter halbstängelumfassend

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Mäßig trockene Ruderalfluren (z.B. Eselsdistelflur), Burgruinen, Äcker; wärmeliebend

Ökologie:

  • wärmeliebend (thermophil)

Mäßig trockene Ruderalfluren (z.B. Eselsdistelflur), Burgruinen, Äcker; wärmeliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–submontan(–montan)

Geologie/Boden:

  • Flachgründige Böden

Mäßig trockene Ruderalfluren (z.B. Eselsdistelflur), Burgruinen, Äcker

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

(V)VI–X