Gewöhnlich-Bocksdorn

Lycium barbarum


Gattung (genus)

Bocksdorn / Lycium

Familie (familia)

Nachtschattengewächse / Solanaceae


Synonyme: Goji, Goji-Beere, „Teufelszwirn“, Chinesische Wolfsbeere; Lycium halimifolium   

Zweige dornig; Spreite der größeren Laubblätter meist 3–7 cm lang, in der Mitte am breitesten.Laubblattstiel 2–5 mm lang, Spreite schmal-elliptisch bis lanzettlich, allmählich in den Stiel verschmälert, ganzrandig, kahl, graugrün; Blüten gestielt, zu 1–3 in Laubblattachseln, oft 6(7)-zählig; Krone stieltellerförmig, 15–20 mm im Durchmesser, lila; Kronröhre am Grund 2,5–3 mm breit; Kronzipfel ≈ 4 mm lang, ⅔ bis ¾ × so lang wie die Kronröhre; Frucht (Beere) eiförmig bis länglich-ellipsoid, scharlachrot, essbar. Höhe: 1–2,5 m. V Nanophanerophyt. V–IX (meist schubweise). Ruderale He-cken; wärmeliebend; collin–submontan; im Pannonikum häufig bis zerstreut, sonst selten. Zur Böschungsstabilisierung kultiviert,  verwildernd und etablierte Zier- und Obstpflanze (Sorten!). (Heimat: China.) Obstpflanze nicht nur in China (Frucht genießbar, süß, auch bei den in Mitteleuropa verwilderten Pflanzen), Arzneipflanze der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Zur Böschungsstabilisierung kultiviert, verwildernd und etablierte Zier- und Obstpflanze (Sorten!)

Verbreitung:

Heimat: China

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • verholzt
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Zweige dornig

Wuchshöhe:

  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: 1–2,5 m

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten

Blüten gestielt, zu 1–3 in Laubblattachseln

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Anzahl: mehr als sechs Blütenblätter
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blüten gestielt, oft 6(7)-zählig; Krone stieltellerförmig, 15–20 mm im Durchmesser, lila; Kronröhre am Grund 2,5–3 mm breit; Kronzipfel ≈ 4 mm lang, ⅔ bis ¾ × so lang wie die Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter

Blütenkelch:

  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: abgerundet

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • mit Dornen/Stacheln
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Zweige dornig

Spreite graugrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)

Spreite der größeren Laubblätter meist 3–7 cm lang, in der Mitte am breitesten

Laubblattstiel 2–5 mm lang, Spreite schmal-elliptisch bis lanzettlich, allmählich in den Stiel verschmälert, ganzrandig, kahl, graugrün

Blattstiel:

Laubblattstiel 2–5 mm lang

Frucht:

  • Beere
  • Farbe: rot

Frucht (Beere) eiförmig bis länglich-ellipsoid, scharlachrot, essbar

Samen:

  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Ruderalstandorte
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Ruderale Hecken; wärmeliebend

im Pannonikum häufig bis zerstreut, sonst selten. Zur Böschungsstabilisierung kultiviert,  verwildernd und etablierte Zier- und Obstpflanze

Ökologie:

  • wärmeliebend (thermophil)

Ruderale Hecken; wärmeliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin–submontan

Geologie/Boden:

Ruderale Hecken

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

V–IX (meist schubweise)