Strahlen-Stinkkoriander

Bifora radians


Gattung (genus)

Stinkkoriander / Bifora

Familie (familia)

Doldenblütler / Apiaceae


Untere Laubblätter mit » 1 mm breiten Zipfeln; obere Laubblätter mit fädlichen Zipfeln; Doldenstrahlen meist 5; äußere Kronblätter der Randblüten viel größer (strahlend) als die anderen; Griffel 1,5–2 mm lang, 4–5× so lang wie der Griffelpolster; Frucht fein gekörnelt, die beiden Teilfrüchte kugelig. Höhe: 15–40 cm. V–VIII. Getreideäcker, Ruderalstellen; collin–submontan; (Hauptverbreitung.: Ost-Submediterranraum, Südost-Europa, Südwest-Asien).

Verwechslungsmöglichkeit: Das ähnliche Coriandrum sativum unterscheidet sich durch die unteren Laubblätter mit ≈ 5 mm breiten Zipfeln, den undeutlichen Kelch und die kugelige (nicht doppelkugelige) Frucht.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Hauptverbreitung: Ost-Submediterranraum, Südost-Europa, Südwest-Asien

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 15–40 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • selbstbestäubt (autogam)

innere Blüten oft männlich

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Mit Strahlblüten (randliche Blüten des Blütenstands vergrößert/auffällig)
  • Typ: Doppeldolde

Doldenstrahlen meist 5

äußere Kronblätter der Randblüten viel größer (strahlend) als die anderen

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)

äußere Kronblätter der Randblüten viel größer (strahlend) als die anderen

 

 

Blütensymmetrie:

äußere Kronblätter der Randblüten viel größer (strahlend) als die anderen

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten unterständig
  • Fruchtblätter verwachsen
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

Griffel 1,5–2 mm lang, 4–5× so lang wie der Griffelpolster

Frucht fein gekörnelt, die beiden Teilfrüchte kugelig.

 

Verwechslungsmöglichkeit.: Das ähnliche Coriandrum sativum unterscheidet sich durch die unteren Laubblätter mit ≈ 5 mm breiten Zipfeln, den undeutlichen Kelch und die kugelige (nicht doppelkugelige) Frucht.

 

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig
  • nicht vorhanden oder hinfällig

Verwechslungsmöglichkeit: Das ähnliche Coriandrum sativum unterscheidet sich durch die unteren Laubblätter mit ≈ 5 mm breiten Zipfeln, die deutlichen, ungleich langen Kelchblätter und die kugelige (nicht doppelkugelige) Frucht.

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

Obere Laubblätter mit fädlichen Zipfeln

Untere Laubblätter mit ca. 1 mm breiten Zipfeln

 

Verwechslungsmöglichkeit: Das ähnliche Coriandrum sativum unterscheidet sich durch die unteren Laubblätter mit ≈ 5 mm breiten Zipfeln, die deutlichen, ungleich langen Kelchblätter und die kugelige (nicht doppelkugelige) Frucht.

Blattstiel:

untere Laubblätter gestielt

Rosette:

Frucht:

  • Achäne /Karyopse
  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)

Griffel 1,5–2 mm lang, 4–5× so lang wie der Griffelpolster

Frucht fein gekörnelt, die beiden Teilfrüchte kugelig

Doppelachäne

bei Fruchtreife in zwei Teilfrüchte zerfallend

 

Verwechslungsmöglichkeit: Das ähnliche Coriandrum sativum unterscheidet sich durch die unteren Laubblätter mit ≈ 5 mm breiten Zipfeln, die deutlichen, ungleich langen Kelchblätter und die kugelige (nicht doppelkugelige) Frucht

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Teilfrucht einsamig

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Getreideäcker, Ruderalstellen

Ökologie:

Getreideäcker, Ruderalstellen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin–submontan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Getreideäcker, Ruderalstellen

kalkstet

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

Streufrüchte

auch durch den Menschen ausgebreitet

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

V–VIII