Drüsen-Doppelzahn
Dichodon viscidum
Gattung (genus)
Familie (familia)
Nelkengewächse / Caryophyllaceae
Diese Art wurde lange Zeit in die Gattung Cerastium gestellt und hieß dort Cerastium dubium.
Synonyme: Abweichler-Hornkraut, „Klebriges Hornkraut“, Cerastium anomalum, Cerastium dubium
Stängel aufrecht, behaart mit drüsenlosen und Drüsenhaaren, die mehrfach kürzer als der Stängeldurchmesser sind, klebrig; Laubblätter linealisch; Hochblätter drüsig; Kelchblätter 4–6 mm lang, drüsig behaart; Kronblätter 1⅓–1⅔× so lang wie die Kelchblätter; Griffel 3; Früchte 8–12 mm lang; Samen rund 1 mm lang. Höhe: (6)10–30 cm. Hemikryptophyt. Blütezeit: IV–VI. Sandige, feuchte Wiesen, überschwemmte Äcker, besoders in Auen, schlammig-sandige Ufer; auch auf schwach salzigen Böden; collin; selten; im Burgenland vor allem im Seewinkel vorkommend.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Gebiet:
- Nordburgenland
im Burgenland vor allem im Seewinkel vorkommend
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- annuell
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: (6)10–30 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz lockerblütig
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Hochblätter drüsig
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter vorne ausgerandet (herzförmig, eingebuchtet, etc)
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
Kronblätter 1⅓–1⅔× so lang wie die Kelchblätter
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))
Griffel 3
männliche Organe (Andrözeum):
- Staubblätter frei
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Pflanze drüsig
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel aufrecht, behaart mit drüsenlosen und Drüsenhaaren, die mehrfach kürzer als der Stängeldurchmesser sind, klebrig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Drüsenhaare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Gegenständig
- Grösse: klein (1 bis 2 cm)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Spreite linealisch
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
Laubblätter linealisch
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
Lebensraum:
- Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Auwälder
- Ufer und Röhrichte
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
Sandige, feuchte Wiesen, überschwemmte Äcker, besoders in Auen, schlammig-sandige Ufer; auch auf schwach salzigen Böden
im Burgenland vor allem im Seewinkel vorkommend
Ökologie:
- Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
- Staunässezeiger/Vernässungszeiger
Sandige, feuchte Wiesen, überschwemmte Äcker, besoders in Auen, schlammig-sandige Ufer; auch auf schwach salzigen Böden
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Geologie/Boden:
- Lockere Böden (kiesig, sandig)
Sandige, feuchte Wiesen, überschwemmte Äcker, besoders in Auen, schlammig-sandige Ufer; auch auf schwach salzigen Böden
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 04 - April
- 05 - Mai
- 06 - Juni
IV–VI