Wimper-Kälberkropf

Chaerophyllum hirsutum s.str.


Gattung (genus)

Chaerophyllum hirsutum agg.

Gattung (genus)

Kälberkropf / Chaerophyllum

Familie (familia)

Doldenblütler / Apiaceae


Pflanze borstenhaarig bis kahl; Scheiden der obersten Stängelblätte 10–60 mm lang; Jede der beiden unteren Hauptfiedern der Grundblätter um ca. 10–20% kleiner als die restliche Laubblattspreite; Abschnitte 2. und 3. Ordnung und Zipfel fiederspaltig; Döldchen zur Blütezeit gewölbt; Krone oft rosa; Kronblatt: Flexurkante ausgerandet bis gekerbt; Flügellänge 0–¼; Lobulum 0–¼, ± länglich-3-eckig, ± breit ansitzend. Blüten stark duftend. Fruchthalter nur im oberen ⅓ oder weniger weit gespalten, etwa in der Mitte deutlich ver­dickt. Höhe: 30–60 cm. Hemikryptopht. V–VII. Feuchte Fett­wiesen (Kohldistelwiesen), Bachufer, Hochstaudenfluren, schattig-feuchte Wälder, Auwäl­der; (submontan–)montan–subalpin.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 30–60 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blüten duftend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Doppeldolde

Hüllchenblätter bewimpert (Lupe!)

Döldchen zur Blütezeit gewölbt

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
  • Apex: Blütenblätter vorne ausgerandet (herzförmig, eingebuchtet, etc)
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Krone behaart oder am Rand bewimpert

Kronblätter deutlich bewimpert (Lupe!)

Krone weiß bis rosa

Krone oft rosa

Kronblatt: Flexurkante ausgerandet bis gekerbt; Flügellänge 0–¼; Lobulum (Läppchen) 0–¼, ± längl.-3-eckig, ± breit ansitzend

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten unterständig
  • Fruchtblätter verwachsen
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

Griffeläste zueinander fast parallel od. einen Winkel von höchstens ca. 40° einschließend

 

Fruchthalter nur im oberen ⅓ od. weniger weit gespalten, etwa in der Mitte deutlich verdickt

 

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Blütenduft:

  • mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)

Blütenduft: stark: dunkler Waldhonig-Bittermandel

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel unter den Knoten nicht verdickt

Pflanze borstenhaarig bis kahl

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
  • Blattform: zusammengesetzt: zweifach (doppelt) oder mehrfach
  • Blattform: geteilt, gespalten
  • Fiederblätter: ein oder wenige (bis drei) Fiederpaare
  • mit Blattscheide

Jede der beiden unteren Hauptfiedern der Grundblätter um ca. 10–20% kleiner als die restliche Laubblattspreite

Abschnitte 2. u. 3. Ordnug u. Zipfel fiederspaltig

Pflanze borstenhaarig bis kahl

Scheiden der obersten Stängelblätte 10–60 mm lang

 

Blattstiel:

Obere Laubblätter sitzend, untere gestielt

Rosette:

Frucht:

  • Achäne /Karyopse
  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)

Griffeläste zueinander fast parallel od. einen Winkel von höchstens ca. 40° einschließend

 

Fruchthalter nur im oberen ⅓ od. weniger weit gespalten, etwa in der Mitte deutlich verdickt

 

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Teilfrüchte einsamig

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Ufer und Röhrichte
  • Wälder und Forste
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Feuchte Fettwiesen (Kohldistelwiesen), Bachufer, Hochstaudenfluren, schattig-feuchte Wälder, Auwälder

Ökologie:

Feuchte Fettwiesen (Kohldistelwiesen), Bachufer, Hochstaudenfluren, schattig-feuchte Wälder, Auwälder

Höhenstufen:

  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

(submontan–)montan–subalpin

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

Streufrüchte

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

V–VII