Dictamnus albus

Diptam


Synonym

Dictamnus albus

Gattung (genus)

Dictamnus

Familie (familia)

Rutaceae


Allgemeine Information

Pf intensiv zitronenähnlich duftend; LB’spindel schmal geflügelt; Fiedern sehr fein gekerbt; BlüStiele drü’; BlüD: stk, ÖlDrü auf Traubenachse, BlüStielen, Staubf., Rückseite der KroB: Lim-Zitr+Kardamom od. Orange. H: 50–80(100) cm. H He. V–VI. Waldsteppen, FlaumEiWaldsäume, warm-trockene, lichte Wälder; karbonatliebend; coll–subm; zstr bis slt. Im Pann u. SAlpen. UÖG; –B, W, N; – IT ohne SO. (HptVbr.: Submedit., mit mehreren regionalen UArten).) RL: Ö 3, SüdT 4, BL 1. s. VArz­Pf, N (photo­toxisch[1]). – (2n = 36) – (D. fraxinella)   Diptam, Spechtwurz / D. albus

Vwm.: Die sehr ähnlichen LB von Fraxinus excelsior sind nicht nur gegenstdg und nicht aromatisch, sondern unterscheiden sich auch durch die nicht geflügelte LB’Spindel.


[1] Naturschutzfrevler bestraft diese Art mit Brandblasen!

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Hauptverbreitung.: Submediterran, mit mehreren regionalen Unterarten

Gebiet:

Im Pannonikum

 

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 50–80(100) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blüten stark duftend

Blütenstand:

  • Typ: Traube
  • Infloreszenz lockerblütig

Öldrüsen auf Traubenachse, Blütenstielen, Staubfäden, Rückseite der Kronblätter:

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)

Krone rosa mit dunkleren Adern

Öldrüsen auf Traubenachse, Blütenstielen, Staubfäden, Rückseite der Kronblätter

Blütensymmetrie:

schwach zygomorph

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Öldrüsen auf Staubfäden

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Blütenduft:

  • mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)

Pflanze intensiv zitronenähnlich duftend

Blütenduft: stark, Öldrüsen auf Traubenachse, Blütenstielen, Staubfäden, Rückseite der Kronblätter: Limette-Zitrone+Kardamom od. Orange

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze drüsig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel unverzweigt

Pflanze intensiv zitronenähnlich duftend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Oberfläche: gefleckt (mit hellen oder dunklen Flecken) oder drüsig punktiert
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)

Pflanze intensiv zitronenähnlich duftend

Laubblattspindel schmal geflügelt

Fiedern sehr fein gekerbt

 

Verwechslungsmöglichkeit.: Die sehr ähnlichen Laubblätter von Fraxinus excelsior sind nicht nur gegenständig und nicht aromatisch, sondern unterscheiden sich auch durch die nicht geflügelte Laubblattspindel

 

Blattstiel:

Laubblattspindel schmal geflügelt

 

Keimblätter:

  • Zwei Keimblätter (Zweikeimblättrige)

Frucht:

fünffächrige Kapsel

 

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Waldsteppen, Flaum-Eichen-Waldsäume, warm-trockene, lichte Wälder; karbonatliebend

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • wärmeliebend (thermophil)

Waldsteppen, Flaum-Eichen-Waldsäume, warm-trockene, lichte Wälder; karbonatliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin–submontan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

karbonatliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni

V–VI