Stumpfkanten-Hundsrauke

Erucastrum nasturtiifolium



Synonyme: „Kressenblättrige Hundsrauke“; Hirschfeldia erucastrum, Erucastrum obtusangulum

Laubblätter auffallend regelmäßig kammförmig-fieder­teilig, untere meist gefiedert, Abschnitte gebuchtet bis buchtig gelappt, unterstes Abschnitte-Paar am (scheinbaren) Blattstielgrund als Öhrchen stipel-artig den Stängel umfassend; Deckblätter fehlend oder nur bei den untersten 1–3 Blüten; Kronblätter 8–12 mm lang, sattgelb; Frucht (reif!) über dem Blütenboden 0,5–1 mm lang gestielt, Fruchtstiele aufrecht-abstehend bis weit-abstehend; Frucht ± perlschnur-buckelig (Samen-Abdrü­cke); Fruchtschnabel ≈ 2mm lang, 1–2-samig, von der übrigen Frucht kaum abgesetzt, am Grund 1–1,5 mm dick. Höhe: 40–80 cm. Hemikryptophyt

Verwechslungsmöglichkeit: Beim ähnlichen Sisymbrium loeselii/ Stadt-Rauke ist die reife Frucht über dem Blü­tenbo­den nicht gestielt und der Fruchtschnabel ist nicht länger als 1 mm und stets ohne Samen.

Im Burgenland kommt nur die Unterart Erucastrum nasturtiifoliumsubsp. nasturtiifolium vor:

Stängel bis zum Blütenstand (locker) behaart; Laubblatt ±behaart; Kelchblätter, v. a. die äußeren, an der Spitze ± behaart; Platte der Kronblätter so lang oder kürzer als der Nagel. Zerstreut bis sehr selten. V–VIII(–X). Collin–montan. Frische (in Auen) bis trockene Ruderalstellen, Störstellen in Trockenrasen; (Heimat: Südwest-Europa) Etabliert (?) oder im Westen heimisch? Expansiv? 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Etabliert (?) oder im Westen heimisch? Expansiv?

 

Verbreitung:

Heimat: Südwesteuropa

Lebensform:

Wuchsform:

  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • annuell
  • bienn (zweijährig)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 40–80 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln

Blütenstand:

Deckblätter fehlend od. nur bei den untersten 1–3 Blüten

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Kronblatt 8–12 mm lang, sattgelb

Kelchblätter, v. a. die äußeren, an der Spitze ± behaart

Platte der Kronblätter so lang od. kürzer als der Nagel

 

Blütensymmetrie:

  • Blüte disymmetrisch (zwei Symmetrieachsen)

weibliche Organe (Gynözeum):

Frucht (reif!) über dem Blütenboden 0,5–1 mm lang gestielt

 

Verwechslungsmöglichkeit.: Beim ähnlichen Sisymbrium loeselii/ Stadt-Rauke ist die reife Frucht über dem Blütenboden nicht gestielt u. der Fruchtschnabel ist nicht länger als 1 mm u. stets ohne Samen.

 

Blütenkelch:

Kelchblätter, v. a. die äußeren, an der Spitze ± behaart

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze behaart

Stängel bis zum Blütenstand (locker) behaart

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattrand: gebuchtet
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
  • Fiederblätter: viele (vier oder mehr) Fiederpaare

Deckblätter fehlend od. nur bei den untersten 1–3 Blüten

Laubblatt auffallend regelmäßig kammförmig-fiederteilig, untere meist gefiedert, Abschnitte gebuchtet bis buchtig gelappt, unterstes Abschnitte-Paar am (scheinbaren) Blattstielgrund als Öhrchen stipelartig den Stängel umfassend

Laubblatt ±behaart

Blattstiel:

unterstes Abschnitte-Paar am (scheinbaren) Blattstielgrund als Öhrchen stipelartig den Stängel umfassend

Rosette:

Fruchtstand:

Deckblätter fehlend od. nur bei den untersten 1–3 Blüten

Fruchtstiele aufrecht-abstehend bis weit-abstehend

Frucht:

  • mit Fruchtschnabel
  • Schote/Schötchen (aufrecht stehend und sich i.d.R. mit zwei Klappen öffnend)
  • Schote/Schötchen: Schote (Frucht mehr als dreimal so lang wie breit)

Frucht (reif!) über dem Blütenboden 0,5–1 mm lang gestielt

Frucht ± perlschnur-buckelig (Samen-Abdrücke)

Fruchtschnabel ≈ 2mm lang, 1–2-samig, von der übrigen Frucht kaum abgesetzt, am Grund 1–1,5 mm dick

 

Verwechslungsmöglichkeit.: Beim ähnlichen Sisymbrium loeselii/ Stadt-Rauke ist die reife Frucht über dem Blütenboden nicht gestielt u. der Fruchtschnabel ist nicht länger als 1 mm u. stets ohne Samen.

Samen:

Frucht ± perlschnur-buckelig (Samen-Abdrücke)

Fruchtschnabel ≈ 2mm lang, 1–2-samig

 

Verwechslungsmöglichkeit.: Beim ähnlichen Sisymbrium loeselii/ Stadt-Rauke ist die reife Frucht über dem Blütenboden nicht gestielt u. der Fruchtschnabel ist nicht länger als 1 mm u. stets ohne Samen.

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Ruderalstandorte
  • Trockenrasen

Frische (in Auen) bis trockene Ruderalstellen, Störstellen in Trockenrasen

Etabliert (?) oder im Westen heimisch? Expansiv?

 

Ökologie:

  • Störungszeiger

Frische (in Auen) bis trockene Ruderalstellen, Störstellen in Trockenrasen

Etabliert?

Expansiv?

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Collin–montan

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

V–VIII(–X)