Blumen-Esche

Fraxinus ornus


Gattung (genus)

Esche / Fraxinus

Familie (familia)

Ölbaumgewächse / Oleaceae


Synonyme: Manna-Esche[1], Schmuck-Esche; (slowenisch:) mali jesen;(ungarisch:) Virágos kőris, Manna kőris; Fraxinus mannifera

Pflanze androdiözisch (!); Winterknospen (!) (silbrig-)grau-samtig bis schwach braunfilzig; Laubblätter 7–11-zählig, seitliche Fiedern auf 2–6(14) mm langem Stiel, 3–8(12) cm lang, meist eiförmig bis (länglich-)elliptisch, kerbsägig bis gesägt, Zähne anliegend, Nerven nicht bis kaum eingesenkt, oberseits kahl und fettig glänzend, unterseits insbesonders in den Nervenwin­keln meist bräunlich-filzig behaart; Blüten mit den Laubblättern erscheinend, aromatisch; Blütenstand endständig, an heurigen Trieben, reichblütige Rispe (diese am Grund meist durchblättert); Krone vorhanden; Kronblätter 4, linealisch, 6–12 mm lang, weiß. Insektenbestäubung. Herbstfärbung: oft rötlich-braun, manchmal purpurrot. Höhe: 4–15(20) m. Makrophanerophyt. Höchstalter ≈ 100 Jahre (?). (IV) V(VI). Trockenwarme, magere Laubwälder (besonders Hopfenbuchenwälder und Flaumeichenwälder), Fö­hrenwälder; in der Jugend schattentolerant, im Alter Lichtbaumart, Pionier, karbonatliebend; collin–submontan; im Süden häufig (autochthon), sonst selten (wohl forstlich eingebracht und verwildernd: lo­kal etabliert). Im Burgenland besonders Leitha-Gebirge. (Hauptverbreitung: Submediterranraum.) Auch als Zierbaum kultiviert. Arzneipflanze.

[2] Da „Manna“ (in Sizilien) nicht nur aus einer sizilianischen Sorte von Fraxinus ornus, sondern hauptsächlich aus einer Sorte von Fraxinus angustifolia subsp. oxycarpa ge­wonnen wird, empfiehlt sich (nach Alfred Neumann) als deutscher Büchername „Blumen-Esche“.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

im Süden häufig (autochthon), sonst selten (wohl forstlich eingebracht und verwildernd: lo­kal etabliert)

Auch als Zierbaum kultiviert

Verbreitung:

Hauptverbreitung: Submediterranraum

Gebiet:

Im Burgenland besonders Leitha-Gebirge

Lebensform:

Wuchsform:

  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • verholzt
  • ausdauernd

Wuchshöhe:

  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
  • Blüten zwittrig
  • Pflanze dreihäusig (und Sonderformen)
  • Pflanze zweihäusig
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln

Pflanze androdiözisch (!)

Insektenbestäubung

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz vielblütig
  • Infloreszenz dichtblütig
  • Typ: Rispe/Schirmrispe

Blüten mit den Laubblättern erscheinend, aromatisch

Blütenstand endständig, an heurigen Trieben, reichblütige Rispe (diese am Grund meist durchblättert)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) spitz
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Krone vorhanden; Kronblätter 4, linealisch, 6–12 mm lang, weiß

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • nicht vorhanden oder hinfällig

Blütenduft:

  • mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)

Blüten aromatisch

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Pflanze behaart
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze androdiözisch (!)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattrand: gekerbt
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite eiförmig
  • Fiederblätter: ein oder wenige (bis drei) Fiederpaare
  • Fiederblätter: viele (vier oder mehr) Fiederpaare

Laubblätter 7–11-zählig, seitliche Fiedern auf 2–6(14) mm langem Stiel, 3–8(12) cm lang, meist eiförmig bis (länglich-)elliptisch, kerbsägig bis gesägt, Zähne anliegend, Nerven nicht bis kaum eingesenkt, oberseits kahl und fettig glänzend, unterseits insbesonders in den Nervenwin­keln meist bräunlich-filzig behaart

Blüten mit den Laubblättern erscheinend

Herbstfärbung: oft rötlich-braun, manchmal purpurrot

Blattstiel:

Laubblätter 7–11-zählig, seitliche Fiedern auf 2–6(14) mm langem Stiel

Knospen:

  • Knospen abgerundet

Winterknospen (!) (silbrig-)grau-samtig bis schwach braunfilzig

Frucht:

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste

Trockenwarme, magere Laubwälder (besonders Hopfenbuchenwälder und Flaumeichenwälder), Fö­hrenwälder; in der Jugend schattentolerant, im Alter Lichtbaumart, Pionier, karbonatliebend

im Süden häufig (autochthon), sonst selten (wohl forstlich eingebracht und verwildernd: lo­kal etabliert)

Im Burgenland besonders Leitha-Gebirge

Auch als Zierbaum kultiviert

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • wärmeliebend (thermophil)

Trockenwarme, magere Laubwälder (besonders Hopfenbuchenwälder und Flaumeichenwälder), Fö­hrenwälder; in der Jugend schattentolerant, im Alter Lichtbaumart, Pionier, karbonatliebend

im Süden häufig (autochthon), sonst selten (wohl forstlich eingebracht und verwildernd: lo­kal etabliert)

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin–submontan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Trockenwarme, magere Laubwälder (besonders Hopfenbuchenwälder und Flaumeichenwälder), Fö­hrenwälder; in der Jugend schattentolerant, im Alter Lichtbaumart, Pionier, karbonatliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni

(IV) V(VI)