





Europa-Rainsalat
Lapsana communis
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonym: Rainkohl
Untere Stängelblätter in den geflügelten Stiel verschmälert, Spreite fiederteilig, in der Regel mit großem Endabschnitt und je1–2 kleinen seitlichen Abschnitten; obere Stängelblätter kürzer gestielt bis sitzend, Spreite ungeteilt, eiförmig bis lanzettlich, spitz, grob gezähnt bis entfernt-gezähnelt; Korbstand schirmrispig, vielkörbig; Hülle 2-reihig, kahl; äußere Hüllblätter viel kürzer als die inneren, eine Außenhülle bildend; Korbboden nackt; Frucht länglich, ≈ 3,5(4) mm lang, etwas abgeflacht, strohgelb. VI–VIII. Wildgemüse.
Schlüssel zu den Unterarten siehe EF4 (im Burgenland kommt vermutlich nur die Unterart L. communis. subsp. communis vor).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
(subsp. communis: Archäophyt)
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
(subsp. communis: Höhe: (20) 40–180 cm)
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Typ: Korb/ Körbchen
- Typ: Rispe/Schirmrispe
Korbstand schirmrispig, vielkörbig
Hülle 2-reihig, kahl
äußere Hüllblätter viel kürzer als die inneren, eine Außenhülle bildend; Korbboden nackt
(subsp. communis: Körbe 7–12 mm im Durchmesser; Hülle 5–7(8) mm lang; Blüten höchstens 1½× so lang wie die Hülle)
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blüten zungenförmig
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
(subsp. communis: Hülle 5–7(8) mmlang; Blüten höchstens 1½× so lang wie die Hülle; Zungen hellgelb)
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter verwachsen
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Korbstand schirmrispig, vielkörbig
Wildgemüse
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
- Blattform: geteilt, gespalten
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Blattstellung: Wechselständig
- Blattform: leierförmig (vergrößerter Endabschnitt oder Endblättchen)
- Pflanze mit Milchsaft
- Spreite eiförmig
- Spreite lanzettlich
- Blattform: geteilt, geschnitten
- Fiederblätter: ein oder wenige (bis drei) Fiederpaare
Untere Stängelblätter in den geflügelten Stiel verschmälert, Spreite fiederteilig, in der Regel mit großem Endabschnitt und je 1–2 kleinen seitlichen Abschnitten; obere Stängelblätter kürzer gestielt bis sitzend, Spreite ungeteilt, eiförmig bis lanzettlich, spitz, grob gezähnt bis entfernt-gezähnelt
Wildgemüse
(subsp. communis: Seitliche Abschnitte der unteren Laubblätter viel kleiner als der Endabschnitt)
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel lang (deutlich)
Untere Stängelblätter in den geflügelten Stiel verschmälert
obere Stängelblätter kürzer gestielt bis sitzend
Rosette:
- Halbrosettenpflanze (Rosette und Stängelblätter vorhanden)
Lebensraum:
- Auwälder
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
- Ruderalstandorte
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
- Äcker und Ackerrandstreifen
Auwälder, Waldschläge, ruderale Gebüsche, Gärten, frische, nährstoffreiche Äcker; nitrophi
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
subsp. communis: Auwälder, Waldschläge, ruderale Gebüsche, Gärten, frische, nährstoffreiche Äcker; nitrophil
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
(subsp. communis: collin–montan)
Geologie/Boden:
(subsp. communis: Auwälder, Waldschläge, ruderale Gebüsche, Gärten, frische, nährstoffreiche Äcker; nitrophil)
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
Streuausbreitung
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
VI–VIII





