Dreinerven-Nabelmiere

Moehringia trinervia


Gattung (genus)

Nabelmiere / Moehringia

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Laubblätter eiförmig, 3(5)-längsnervig, kurzhaarig (zumindest bewimpert), durchscheinend punktiert (Kalzium­oxalat-Drusen); Kelchblätter 5, 4–5 mm lang; Kronblätter 5, ½–¾× so lang wie die Kelchblätter; Staubblätter 10; Samen 1 mm lang, mit wenig gefranstem Anhängsel, Fransen nur 0,2× so lang wie der Samen. Höhe: 10–25(30) cm. Hemikryptophyt. Blütezeit: V–VII. Fri­sche, schattige Edellaubwälder; schwach karbonatmeidend; collin–subalpin; häufig.

 

Spezialschlüssel für nichtfruchtende Pflanzen

Untere Laubblätter deutlich gestielt (Laubblattstiel fast so lang wie die Spreite), obere Laubblätter sehr kurz ge­stielt; Laubblattspreite 7–25 mm lang, eilanzettlich; Kronblätter 5, kürzer als die Kelchblätter.

 

Verwechslungsmöglichkeit

  • Vogel-Sternmiere / Stellaria media agg., hier allerdings kahle Laubblätter ohne drei deutliche Längsnerven.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 10–25(30) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenblätter:

  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)

Kronblätter 5, ½–¾× so lang wie die Kelchblätter

Kelchblätter 5, 4–5 mm lang

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Staubblätter 10

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Kelchblätter 5, 4–5 mm lang

Kronblätter 5, ½–¾× so lang wie die Kelchblätter

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Laubblätter kurzhaarig (zumindest bewimpert), durchscheinend punktiert (Kalzium­oxalat-Drusen)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Behaarung: am Rand bewimpert
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite eiförmig
  • Oberfläche: gefleckt (mit hellen oder dunklen Flecken) oder drüsig punktiert

Laubblätter eiförmig, 3(5)-längsnervig, kurzhaarig (zumindest bewimpert), durchscheinend punktiert (Kalzium­oxalat-Drusen)

Blattstiel:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Samen mit Elaiosomen (helle, fleischige Anhängsel)

Samen 1 mm lang, mit wenig gefranstem Anhängsel, Fransen nur 0,2× so lang wie der Samen

Lebensraum:

  • Wälder und Forste

Fri­sche, schattige Edellaubwälder; schwach karbonatmeidend

Ökologie:

  • Schattenliebend (=sciadophil)

Fri­sche, schattige Edellaubwälder; schwach karbonatmeidend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–subalpin

Geologie/Boden:

Fri­sche, schattige Edellaubwälder; schwach karbonatmeidend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Ameisenausbreitung (Myrmekochorie)

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

V–VII