Moosauge

Moneses uniflora


Gattung (genus)

Moosauge / Moneses

Familie (familia)

Heidegewächse / Ericaceae


Synonyme: Einblütiges Wintergrün(tirolerisch:) „Gschamigs Moidle“; Pyrola uniflora

Stängel am Grund mit (1)2(3) Niederblättern, oben mit einem, breit-elliptischen Hochblatt; Laubblätter in Grundrosette; Spreite (7)10–15(20) mm lang, deutlich kerbsägig bis gesägt; Blüten stark duftend, nickend, postfloral (wie auch die Frucht) aufrecht; Kelchblatt bewimpert; Krone weiß; Staubfäden S-förmig gebogen, Antheren nicht geschwänzt; Griffel (4)5–7 mm lang, gerade, unterhalb der Narbe nicht verdickt; Narbe auffallend groß: ≈ 1–2 mm lang und 2–3 mm breit. Höhe: 5–10(15) cm. Chamaephyt–Geophyt, immergrün. V–VII. Moderhumusreiche, schattig-frische Wälder, besonders Nadelwälder; montan–subalpin, zerstreut bis selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)
  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

immergrün

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig

Höhe: 5–10(15) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig
  • selbstbestäubt (autogam)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Selbstbestäubung?

Blüten stark duftend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
  • Nur Einzelblüten
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)

Stängel am Grund mit (1)2(3) Niederblättern, oben mit einem, breit-elliptischen Hochblatt

Blüten nickend, postfloral (wie auch die Frucht) aufrecht

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)

Krone weiß

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

Griffel (4)5–7 mm lang, gerade, unterhalb der Narbe nicht verdickt

Narbe auffallend groß: ≈ 1–2 mm lang und 2–3 mm breit

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Staubfäden S-förmig gebogen, Antheren nicht geschwänzt

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: abgerundet
  • Kelch behaart oder bewimpert

Kelchblatt bewimpert

Blütenduft:

  • mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)

Blütenduft: stark: Maiglöckchen+Zitronenverbene

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

Wurzelsprosse

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Laubblatt in Grundrosette

Stängel am Grund mit (1)2(3) Niederblättern, oben mit einem, breit-elliptischen Hochblatt

immergrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Farbe: dunkelgrün
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite rundlich

Laubblatt in Grundrosette

Spreite (7)10–15(20) mm lang, deutlich kerbsägig bis gesägt

Stängel am Grund mit (1)2(3) Niederblättern, oben mit einem, breit-elliptischen Hochblatt

Blattstiel:

Rosette:

Stängel am Grund mit (1)2(3) Niederblättern, oben mit einem, breit-elliptischen Hochblatt

Fruchtstand:

Frucht postfloral aufrecht

Frucht:

Frucht postfloral aufrecht

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste

Moderhumusreiche, schattig-frische Wälder, besonders Nadelwälder

Ökologie:

  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)

Moderhumusreiche, schattig-frische Wälder, besonders Nadelwälder

Höhenstufen:

  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

montan–subalpin

Geologie/Boden:

Moderhumusreiche, schattig-frische Wälder, besonders Nadelwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

V–VII