Giftbeere

Nicandra physalodes


Gattung (genus)

Giftbeere / Nicandra

Familie (familia)

Nachtschattengewächse / Solanaceae


Synonyme: „Judenkirschenartige Giftbeere“

Pflanze (fast) kahl; Laubblattspreite eiförmig bis elliptisch bis länglich, unregelmäßig fiederlappig bis grob-gezähnt; Blütenknospen nickend; Blüten zur Anthese aufrecht; Kelchblätter am Grund herzförmig, an der unreifen Frucht grünlich und oft schwärzlich(-violett) überlaufen, zur Fruchtreife bräunlich-grau und mit aufgebogenen Rändern (dadurch scharf 5-kantig, scheinbar geflügelt; Krone glockig, 20–40 mm lang; Fruchtkelch nickend; Frucht blassbraun, sich an der Basis ringsum öffnend (also keine „trockene Beere“!); Samen hellbraun, ca. 1,5–1,8 mm lang. Höhe: (10)30–80(100) cm. Therophyt. VII–X. Als Zierpflanze sehr selten kultiviert, unbeständig (verwildernd?) an Ruderalstellen, besonders Schottergruben und Mülldeponien, auch in Mais- und Kürbis­äckern und lokal etabliert. (Etabliert im Mediterranraum) (Heimat: Peru.) Giftig.         

  

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Als Zierpflanze sehr selten kultiviert, unbeständig (verwildernd?)

lokal etabliert

Etabliert im Mediterranraum

Verbreitung:

Etabliert im Mediterranraum

Heimat: Peru

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: (10)30–80(100) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Nur Einzelblüten
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenknospen nickend

Blüten zur Anthese aufrecht

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: blau
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: violett
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone glockig, 20–40 mm lang

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelch freiblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Kelchblätter am Grund herzförmig, an der unreifen Frucht grünlich und oft schwärzlich(-violett) überlaufen, zur Fruchtreife bräunlich-grau und mit aufgebogenen Rändern (dadurch scharf 5-kantig, scheinbar geflügelt)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Stängel kantig

Pflanze (fast) kahl

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattrand: gebuchtet
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch

Pflanze (fast) kahl

Laubblattspreite eiförmig bis elliptisch bis länglich, unregelmäßig fiederlappig bis grob-gezähnt

Blattstiel:

Knospen:

Blütenknospen nickend

Fruchtstand:

Kelchblätter zur Fruchtreife bräunlich-grau und mit aufgebogenen Rändern (dadurch scharf 5-kantig, scheinbar geflügelt

Fruchtkelch nickend

Frucht:

  • Kapsel
  • Farbe: hell - weiss, gelb oder orange

Kelchblätter zur Fruchtreife bräunlich-grau und mit aufgebogenen Rändern (dadurch scharf 5-kantig, scheinbar geflügelt

Fruchtkelch nickend

Frucht blassbraun, sich an der Basis ringsum öffnend (also keine „trockene Beere“!)

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen hellbraun, ca. 1,5–1,8 mm lang

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Als Zierpflanze sehr selten kultiviert, unbeständig (verwildernd?) an Ruderalstellen, besonders Schottergruben und Mülldeponien, auch in Mais- und Kürbis­äckern und lokal etabliert

 

Ökologie:

  • Störungszeiger

Als Zierpflanze sehr selten kultiviert, unbeständig (verwildernd?) an Ruderalstellen, besonders Schottergruben und Mülldeponien, auch in Mais- und Kürbis­äckern und lokal etabliert

Höhenstufen:

  

Geologie/Boden:

Als Zierpflanze sehr selten kultiviert, unbeständig (verwildernd?) an Ruderalstellen, besonders Schottergruben und Mülldeponien, auch in Mais- und Kürbis­äckern und lokal etabliert

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VII–X