Kurzkronen-Voralpen-Täschelkraut
Noccaea brachypetala
Gattung (genus)
Voralpen-Täschelkraut / Noccaea caerulescens s.lat.
Gattung (genus)
Familie (familia)
Kronblatt 0,8–3,2 mm lang; längere Staubblätter die Kronblätter meist überragend; Antheren am Rücken meist gelblich bis bleich, meist rundlich, Fruchtflügel apikal deutlich breiter als seitliche.
Diese Art gliedert sich laut Meyer, 2006 in drei Unterarten: subsp. brachypetala (Griffel meist 0,3–1,1 mm lang; Frucht 5,5–9 mm lang, Ausrandung spitz- bis rechtwinkelig); subsp. tatrensis (Griffel höchstens 0,4 mm lang; Frucht 6,3–9,4 mm lang, Ausrandung recht- bis stumpfwinkelig); subsp. huteri („häufig verzweigte Stängel und auffallend gezähnte Stängelblätter“; Griffel 1–1,6 mm lang; Frucht meist 5,4–7 mm lang, Ausrandung sehr schwach, stumpfwinkelig).
Im Burgenland kommt nur die Unterart Noccaea brachypetala subsp. tartensis vor.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
Rhizom verzweigt, mit kurzen, in wenigen Rosetten endenden Ästen; Pflanze ohne Ausläufer
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 10–30(60) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
Blütenblätter:
- Anzahl: 4
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
Krone weiß
Kronblatt1–2× so lang wie der Kelch
Krone 0,8–3,2 mm lang
längere Staubblätter die Kronblätter meist überragend
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
Griffel (0,2)0,3–1,6 mm lang, die Ausrandung der Frucht nicht bis deutlich überragend
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
- Staubblätter frei
- Staubbeutel gelb
längere Staubblätter die Kronblätter meist überragend
Antheren am Rücken meist gelblich bis bleich, meist rundlich
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)
Rhizom verzweigt, mit kurzen, in wenigen Rosetten endenden Ästen
Pflanze ohne Ausläufer
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
Rhizom verzweigt, mit kurzen, in wenigen Rosetten endenden Ästen
Pflanze ohne Ausläufer
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Blattstellung: Wechselständig
- Grösse: klein (1 bis 2 cm)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Spreite spatelförmig
Grundblattspreite meist mehr als 1½× so lang wie breit, nicht fleischig, (1)2–10 cm lang
Rhizom verzweigt, mit kurzen, in wenigen Rosetten endenden Ästen
Blattstiel:
- Blattstiel kurz (undeutlich)
Rosette:
- Halbrosettenpflanze (Rosette und Stängelblätter vorhanden)
Frucht:
- Schote/Schötchen (aufrecht stehend und sich i.d.R. mit zwei Klappen öffnend)
- Schote/Schötchen: Schötchen (Frucht weniger als dreimal so lang wie breit)
Frucht deutlich (mindestens 0,3 mm breit) geflügelt
reife Früchte seicht eingebuchtet bis deutlich ausgerandet
Griffel (0,2)0,3–1,6 mm lang, die Ausrandung nicht bis deutlich überragend
Fruchtflügel apikal deutlich breiter als seitlichen
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
Wiesen, Böschungen
meist karbonatmeidend
Schwermetall-Hyperakkumulator
Geologie/Boden:
Wiesen, Böschungen
meist karbonatmeidend
Schwermetall-Hyperakkumulator
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
- Regentropfenballisten (Ombrochorie)
Blütezeit:
- 03 - März
- 04 - April
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
(III)IV–VI(VII)