Echt-Dost

Origanum vulgare


Gattung (genus)

Origanum vulgare agg.

Gattung (genus)

Dost / Origanum

Familie (familia)

Lippenblütler / Lamiaceae


Die Art Origanum vulgare kommt im Burgenland in zwei Unterarten vor (eine ureinheimische, O.vulgare subsp. vulgare, und eine kultiviert, O. vulgare subsp. prismaticum). Weitere Informationen siehe dort. 

SYnonyme: Brauner Dost, Wohlgemut, „Wilder Majoran“, (deutschkärtnerisch:) „Sauthymian“ 

Laubblatt eiförmig, (fast) ganzrandig, unterseits dunkel drüsig-punktiert (Lupe!); Krone hellpurpurn (selten weiß). Höhe: 20–60 cm. Hemikryptophyt. VII–IX. Karbonatreiche Waldschläge, trockene Weiderasen, Säume in wärmeren Lagen; collin–montan. Gewürz- („Oregano“) und Volksarzneipflanze, Zauberpflanze.

Verwechslungsmöglichkeit: Clinopodium vulgare, siehe dort!

Diese Art kommt im Burgenland in zwei Unterarten vor, weitere Informationen siehe dort. 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Ureinheimisch = indigen
  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Gewürz- („Oregano“) und Volksarzneipflanze, Zauberpflanze

 

Origanum vulgare subsp. vulgare: ureinheimisch

Origanum vulgare subsp. prismaticum: Ob indigen? Kultiviert

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Verwechslungsmöglichkeit: Clinopodium vulgare, s. d.!

 

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

siehe Origanum

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
  • Typ: Kopf/Köpfchen
  • Typ: Rispe/Schirmrispe
  • Infloreszenz vielblütig

siehe Origanum

(Origanum vulgare subsp. vulgare): Teilblütenstand fast kugelig, zu dichtem bis lockerem Gesamtblütenstand vereinigt

(Origanum vulgare subsp. prismaticum) Teilblütenstand verlängert prismatisch, aus ca. 20–25 Knäueln (samt Hochblättern) gebildet und zu großen, lockeren Rispen zusammengesetzt

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Krone behaart oder am Rand bewimpert
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: violett

Krone hellpurpurn (selten weiß)

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

siehe Origanum

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt
  • Kelch verwachsenblättrig

siehe Origanum

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Gewürz- („Oregano“) und Volksarzneipflanze, Zauberpflanze

 

Verwechslungsmöglichkeit: Clinopodium vulgare, s. d.!

 

prismatisch, aus ca 20–25 Knäueln (samt Hochblättern) gebildet und zu großen, lockeren Rispen zusammengesetzt

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: am Rand bewimpert
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Oberfläche: gefleckt (mit hellen oder dunklen Flecken) oder drüsig punktiert
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
  • Spreite eiförmig

Laubblatt eiförmig, (fast) ganzrandig, unterseits dunkel drüsig-punktiert (Lupe!)

 

Gewürz- („Oregano“) und Volksarzneipflanze, Zauberpflanze

 

Verwechslungsmöglichkeit: Clinopodium vulgare, s. d.!

 

Blattstiel:

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Lebensraum:

  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Karbonatreiche Waldschläge, trockene Weiderasen, Säume in wärmeren Lagen

 

Ökologie:

  • wärmeliebend (thermophil)

Karbonatreiche Waldschläge, trockene Weiderasen, Säume in wärmeren Lagen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Karbonatreiche Waldschläge, trockene Weiderasen, Säume in wärmeren Lagen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VII–IX