Kultur-Mohn

Papaver somniferum subsp. somniferum


Art (species)

Schlaf-Mohn / Papaver somniferum

Gattung (genus)

Mohn / Papaver

Familie (familia)

Mohngewächse / Papaveraceae


LB stumpflappig; Pf (fast) kahl; Fr meist (Ausnahme: Waldviertler Graumohn) geschlossen bleibend („Schließmohn“). — Sa je nach Sorte weiß, bläul., grau („Graumohn“ im WaldV kult.) od. schwarz. N, als Nahrungs-, Öl-, ArzPf u. Pharm. (Opium [= der durch Anritzen der unreifen Fr gewonnene eingetrocknete Milchsaft] u. Derivate wie zB Morphium, Codein u. auch Heroin) kult.; oft unbstg verwld. KulturPf (eine der ältesten).      H Kultur-M.,    
             Kultur-Sch.-M., Schließ-M., „Magen“ = „Mågn“, „Måån“ / P. s. subsp. somniferum

Detailbeschreibung
Details

Wuchsform:

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig
  • Pflanze einhäusig

Blütenstand:

  • Nur Einzelblüten

Blütenknospen hängend

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Kronblätter 4(6), frei;

Kronblätter vorhanden

Blüten größer als 1 cm 

Kronblätter frei, beim Aufblühen einzeln abfallend

 

 

 

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig

Narben 4–15(20), sitzend, auf einer Scheibe strahlenförmig ausgebreitet

Fruchtknoten oberständig

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: zahlreiche Staubblätter (mehr als zehn)

Staubblätter zahlreich

Blütenkelch:

  • Anzahl: 2 Kelchblätter

Kelchblätter 2, meist frei, frühzeitig abfallend

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze kahl

Pflanze (fast) kahl

Stängel beblättert, oft verzweigt und mehrblütig.

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Pflanze mit Milchsaft
  • Blattstellung: Wechselständig

Laubblatt stumpflappig

Pflanze mit weißem, rosa, gilbend oder orangem (sehr selten farblosem) Milchsaft

Laubblätter fiederschnittig

Laubblätter wechselständig

Frucht:

Frucht meist (Ausnahme: Waldviertler Graumohn) geschlossen bleibend („Schließmohn“)

Frucht walzlich bis eiförmig, weniger als 10× so lang wie breit, sich mit Löchern (Poren) öffnend

Frucht: Kapsel.

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Same je nach Sorte weiß, bläulich, grau („Graumohn“ im Waldviertel kultiviert) oder schwarz

Lebensraum:

Nutzpflanze, als Nahrungs-, Öl-, Arzneipflanze und Pharmazie. (Opium [= der durch Anritzen der unreifen Früchte gewonnene eingetrocknete Milchsaft] und Derivate wie zB Morphium, Codein und auch Heroin) kultiviert.; oft unbeständig verwildert. Kulturpflanze (eine der ältesten).

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Collin bis montan

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell