Mittel-Wegerich

Plantago media


Gattung (genus)

Plantago media agg.

Gattung (genus)

Wegerich i.e.S / Plantago s.str.

Familie (familia)

Wegerichgewächse / Plantaginaceae


Synonyme: Mittlerer Wegerich, Weide-Wegerich

Schaft viel länger als die Laubblätter, meist4–10× so lang wie die fruchtende Ähre; Laubblattspreite fast ganzrandig, besonders anfangs dicht behaart. Blüten duftend, Staubblätter die Krone um (5)8–13 mm überragend, Staubfäden weißlich bis blasslila (selten kräftig lila), Anthere länglich-elliptisch, 2–3× so lang wie breit. Frucht 2–4-samig; Höhe: 10–50(70) cm. Hemikryptophyt. V–IX. Volksarzneipflanze, Wildgemüse. Variabel.

Diese Art kommt im Burgenland in zwei Unterarten (oder eher Varietäten?) vor. Nähere Informationen siehe dort. 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • krautig

Schaft viel länger als die Laubblätter, meist 4–10× so lang wie die fruchtende Ähre

variabel

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 10–50(70) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • selbstbestäubt (autogam)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • windbestäubt (anemophil)

auch Selbstbestäbung- kleistogame Blüten

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)

Schaft viel länger als die Laubblätter, meist 4–10× so lang wie die fruchtende Ähre

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: gelb
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Staubblätter die Krone um (5)8–13 mm überragend

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Staubblätter die Krone um (5)8–13 mm überragend, Staubfäden weißlich bis blasslila (selten kräftig lila), Anthere länglich-elliptisch, 2–3× so lang wie breit

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter

Blütenduft:

Blütenduft: sehr süßer Blütenhonig+Kumarin und Linde

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Pfahlwurzel

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Schaft viel länger als die Laubblätter, meist 4–10× so lang wie die fruchtende Ähre

Laubblattspreite fast ganzrandig, besonders anfangs dicht behaart

Variabel.

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite lanzettlich
  • Spreite rundlich

Schaft viel länger als die Laubblätter

Laubblattspreite fast ganzrandig, besonders anfangs dicht behaart

Volksarzneipflanze, Wildgemüse

Variabel.

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Fruchtstand:

Schaft viel länger als die Laubblätter, meist 4–10× so lang wie die fruchtende Ähre

Frucht:

Frucht 2–4-samig

Samen:

  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Frucht 2–4-samig

Lebensraum:

  • Halbtrockenrasen
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

siehe Unterarten bzw Varietäten

Ökologie:

siehe Unterarten bzw Varietäten

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

siehe Unterarten bzw Varietäten

Geologie/Boden:

siehe Unterarten bzw Varietäten

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)
  • Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung im Tierkörper durch Nahrungsaufnahme (Endozoochorie)

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

V–IX