Wild-Sumpfkresse

Rorippa sylvestris


Gattung (genus)

Rorippa sylvestris agg.

Gattung (genus)

Sumpfkresse / Rorippa

Familie (familia)

Kreuzblütler / Brassicaceae


Synonym: (fälschlich:) „Wald-Sumpfkresse" (sylvestris heißt Wild-, nicht Wald-!)

Pflanze mit unterirdischen Ausläufern, niederliegend oder aufsteigend bis aufrecht; Stängel vom Grund an verzweigt; Grundrosette zur Blütezeit verwelkt; zumindest untere Laubblätter fiederteilig, obere gestielt.Stängelblätter ungeöhrt, gestielt, obere fiederteilig; Kronblatt sattgelb, 3–5 mm lang, 1½–2× so lang wie die Kelchblätter; Frucht länglich bis linealisch3–20 mm lang, 2–15 × so lang wie breit, meist leicht gekrümmt. ; fruchtbare Früchte 6–22 mm lang und 1–1,2 mm breit, schmallinealisch, ihre Stiele waagrecht bis aufwärts gekrümmt; Fruchtgriffel 0,5–1 mm lang, von der Frucht nicht deutlich abgesetzt. Höhe: 15–40(60) cm. Einjährig bis kurzlebig. Therophyt–Hemikryptophyt. V–IX(X). Ufer, nasse Äcker, feuchte Ruderalstellen; collin–montan; häufig.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

Pflanze mit unterirdischen Ausläufern. Pflanze niederliegend od. aufsteigend bis aufrecht

Stängel vom Grund an verzweigt

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 15–40(60) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Typ: Traube

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)

Kronblätter sattgelb, 3–5 mm lang, 1½–2× so lang wie die Kelchblätter

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

Fruchtgriffel 0,5–1 mm lang, von der Frucht nicht deutlich abgesetzt

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Kronblätter sattgelb, 3–5 mm lang, 1½–2× so lang wie die Kelchblätter

 

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

Wurzelsprosse

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • mit unterirdischen Ausläufern
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze mit unterirdischen Ausläufern

Pflanze niederliegend od. aufsteigend bis aufrecht

Stängel vom Grund an verzweigt

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: geteilt, gespalten
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)

Grundrosette zur Blütezeit verwelkt

Stängelblätter ungeöhrt, gestielt

obere Laubblätter fiederspaltig bis fiederschnittig

Blattstiel:

Stängelblätter ungeöhrt, gestielt

Rosette:

Grundrosette zur Blütezeit verwelkt

Fruchtstand:

Fruchtbare Früchte 6–22 mm lang u. 1–1,2 mm breit, schmallinealisch, ihre Stiele waagrecht bis aufwärts gekrümmt

Frucht meist leicht gekrümmt

Frucht:

  • Schote/Schötchen (aufrecht stehend und sich i.d.R. mit zwei Klappen öffnend)
  • Schote/Schötchen: Schötchen (Frucht weniger als dreimal so lang wie breit)
  • Schote/Schötchen: Schote (Frucht mehr als dreimal so lang wie breit)

Fruchtbare Früchte 6–22 mm lang u. 1–1,2 mm breit, schmallinealisch, ihre Stiele waagrecht bis aufwärts gekrümmt

Fruchtgriffel 0,5–1 mm lang, von der Frucht nicht deutlich abgesetzt

Frucht meist leicht gekrümmt

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Früchte oft steril

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ufer und Röhrichte
  • Ruderalstandorte

Ufer, nasse Äcker, feuchte Ruderalstellen

 

Ökologie:

  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Ufer, nasse Äcker, feuchte Ruderalstellen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über Wurzelsprosse

Verbreitunsstrategien:

Ausbreitung bisweilen durch den Menschen, mit Gartenstauden

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

V–IX(X)