Zungen-Mäusedorn
Ruscus hypoglossum
Gattung (genus)
Familie (familia)
Spargelgewächse / Asparagaceae
Synonyme: Hadernblatt
Pflanze 2-häusig (?); Stängel unverzweigt; Phyllokladien 5–10(11) cm lang, (2½)3–4× so lang wie breit, breit-lanzettlich bis elliptisch, zugespitzt, aber nicht stechend; Blütenstandstragblatt 11–33 mm lang und 3–13 mm breit, 5–11(15)-nervig; Blüten zu 3–5, 7–9 mm im Durchmesser; insbesonders innere Tepalen fein violett punktiert; äußere ≈ 1,3 mm breit, innere ≈ 0,7 mm breit. Höhe: 20–40(60) cm. Chamaephyt(–Nanophanerophyt?) (immergrün). II–IV(V?). Edellaubwälder, besonders Buchenwälder; montan; sehr selten. Im Burgenland ausgestorben (einst bei Schlaining); Hauptverbreitung: Mittel-Italien, nördliche Balkanhalbinsel, Kolchis.
Detailbeschreibung
Verbreitung:
Hauptverbreitung: Mittel-Italien, nördliche Balkanhalbinsel, Kolchis
Gebiet:
Im Burgenland ausgestorben (einst bei Schlaining)
Lebensform:
- Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)
- Phanerophyt (Bäume und Sträucher)
- Phanerophyt: Nanophanerophyt (Strauch)
Chamaephyt(–Nanophanerophyt?)
Wuchsform:
- ausdauernd
- verholzt
- pollakanth (mehrmals blühend)
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 20–40(60) cm
Blütenbiologie:
- Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
- Pflanze zweihäusig
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Pflanze 2-häusig (?)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz wenigblütig
Blütenstandstragblatt 11–33 mm lang und 3–13 mm breit, 5–11(15)-nervig; Blüten zu 3–5
Blütenblätter:
- Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: violett
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
Blüten 7–9 mm im Durchmesser; insbesonders innere Tepalen fein violett punktiert; äußere ≈ 1,3 mm breit, innere ≈ 0,7 mm breit
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
- Staubblätter verwachsen
- Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Pflanze 2-häusig (?); Stängel unverzweigt; Phyllokladien 5–10(11) cm lang, (2½)3–4× so lang wie breit, breit-lanzettlich bis elliptisch, zugespitzt, aber nicht stechend
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: dunkelgrün
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Nervatur parallel-/bogennervig
- Spreite elliptisch
- Spreite schuppenförmig
- Spreite lanzettlich
Phyllokladien 5–10(11) cm lang, (2½)3–4× so lang wie breit, breit-lanzettlich bis elliptisch, zugespitzt, aber nicht stechend
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Wälder und Forste
Edellaubwälder, besonders Buchenwälder
Im Burgenland ausgestorben (einst bei Schlaining)
Ökologie:
Edellaubwälder, besonders Buchenwälder
Geologie/Boden:
Edellaubwälder, besonders Buchenwälder
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 02 - Februar
- 03 - März
- 04 - April
- 05 - Mai
II–IV(V?)

