Bittersüß-Nachtschatten

Solanum dulcamara


Gattung (genus)

Nachtschatten / Solanum

Familie (familia)

Nachtschattengewächse / Solanaceae


Synonym: Bittersüß (Stängel zunächst bitter, nach längerem Kauen süß schmeckend)

Halbstrauch, ± kletternd (rechtsschrauben-windend); Laubblätter gestielt, Spreite einfach oder am Grund mit 1–2 kleinen fiedrigen Ab­schnitten (beides an derselben Pflanze), Spreite bzw. Endabschnitt eiförmig bis breit-lanzettlich, spitz bis zugespitzt; Blütenstand 10–25-blütig; Krone violett; Kronzipfel später zurückgebogen; Frucht eiförmig, 10–15 mm lang, rot, glän­zend. Gesamtlänge: 30–300 cm lang. Chamaephyt–Nanophanerophyt: Liane. VI–VIII. Erlen­bruchwälder, Auwälder, Ufergebüsche, Röhrichte, feuchte Waldschläge und Ruderal­fluren, auch epiphytisch; collin–montan; häufig bis zerstreut. Giftig; Volksarzneipflanze; alte Kulturpflanze. 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Chamaephyt–Nanophanerophyt: Liane

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • verholzt
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • Kletterpflanze (mit Ranken, Wurzeln, Haaren, Stacheln oder Seitenästen, sowie windende Pflanzen)

Halbstrauch, ± kletternd (rechtsschrauben-windend)

Liane

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Gesamtlänge: 30–300 cm lang

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
  • Typ: Dolde

Blütenstand 10–25-blütig

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: violett
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Krone violett; Kronzipfel später zurückgebogen

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Halbstrauch, ± kletternd (rechtsschrauben-windend)

Liane

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: geteilt, gespalten
  • Blattform: leierförmig (vergrößerter Endabschnitt oder Endblättchen)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite lanzettlich

Laubblätter gestielt

Spreite einfach oder am Grund mit 1–2 kleinen fiedrigen Ab­schnitten (beides an derselben Pflanze)

Spreite bzw. Endabschnitt eiförmig bis breit-lanzettlich, spitz bis zugespitzt

Blattstiel:

Laubblätter gestielt

Frucht:

  • Beere
  • Farbe: rot

Frucht eiförmig, 10–15 mm lang, rot, glän­zend

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Ufer und Röhrichte
  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Ruderalstandorte

Erlen­bruchwälder, Auwälder, Ufergebüsche, Röhrichte, feuchte Waldschläge und Ruderal­fluren, auch epiphytisch

Ökologie:

  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Erlen­bruchwälder, Auwälder, Ufergebüsche, Röhrichte, feuchte Waldschläge und Ruderal­fluren, auch epiphytisch

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

Erlen­bruchwälder, Auwälder, Ufergebüsche, Röhrichte, feuchte Waldschläge und Ruderal­fluren, auch epiphytisch

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

VI–VIII