Schwarz-Nachtschatten

Solanum nigrum


Gattung (genus)

Nachtschatten / Solanum

Familie (familia)

Nachtschattengewächse / Solanaceae


Blütenstand meist 5–10-blütig; Kelch zur Fruchtreife nur wenig vergrößert, 5–6 mm im Durchmesser (kleiner als der Frucht-Durchmesser), Kelchzipfel 1,5–2(2,5) mm lang, waagrecht abstehend bis ± zurückgeschla­gen, (aufgerichtet) nicht bis zur Mitte der Frucht reichend, meist stumpf bis abgerundet, Kelchbuchten meist spitz; Krone weiß; Anthere deutlich länger als der Staubfaden; Fruchtstandsstiel (10)14–30 mm lang, waagrecht- bis aufrecht-abstehend; Fruchtstiele zurückgeschlagen, meist kürzer als der Stiel des Fruchtstands; Frucht kugelig, (meist breiter als lang), meist schwarz (selten grünlich- bis hellgelb: var. xanthocarpum), etwas glänzend, mit 35–55 Samen. Höhe: (10)30–120(150) cm. Therophyt. VI–X(XI). Collin–montan; z.T. giftig. (Es gibt auch als Gemüse und Obst verwendbare Sippen, ob im Gebiet?)   

Im Burgenland kommen die beiden Unterarten Solanum nigrum subsp. nigrum und Solanum nigrum subsp. schultesii vor. 

Anmerkung: Särkinen & al. (2018) u. Knapp & al. (2019) unterscheiden keine Unterarten, sondern halten subsp. schultesii für eine taxonomisch belanglose Varietät.Vgl. Särkinen et al. 2018 A revision of the Old World Black Nightshades (Morelloid clade of Solanum L., Solanaceae).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: (10)30–120(150) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstand meist 5–10-blütig

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Krone weiß

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei
  • Staubbeutel gelb

Anthere deutlich länger als der Staubfaden

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: abgerundet

Kelch zur Fruchtreife nur wenig vergrößert, 5–6 mm im Durchmesser (kleiner als der Frucht-Durchmesser), Kelchzipfel 1,5–2(2,5) mm lang, waagrecht abstehend bis ± zurückgeschla­gen, (aufgerichtet) nicht bis zur Mitte der Frucht reichend, meist stumpf bis abgerundet, Kelchbuchten meist spitz

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gebuchtet
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Spreite elliptisch
  • Spreite eiförmig
  • Spreite lanzettlich

Blattstiel:

Fruchtstand:

Fruchtstandsstiel (10)14–30 mm lang, waagrecht- bis aufrecht-abstehend; Fruchtstiele zurückgeschlagen, meist kürzer als der Stiel des Fruchtstands

Frucht:

  • Beere
  • Farbe: blau oder schwarz
  • Farbe: grün
  • Farbe: hell - weiss, gelb oder orange

Frucht kugelig, (meist breiter als lang), meist schwarz (selten grünlich- bis hellgelb: var. xanthocarpum), etwas glänzend, mit 35–55 Samen

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Frucht mit 35–55 Samen

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

siehe Unterarten  

Ökologie:

  • Störungszeiger

siehe Unterarten

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Collin–montan

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober
  • 11 - November

VI–X(XI)