Sommer-Linde

Tilia platyphyllos


Gattung (genus)

Linde / Tilia

Familie (familia)

Lindengewächse / Tiliaceae


Synonyme: Großblättrige Linde, Früh-Linde;  Tilia grandifolia

Heurige Zweigachsen behaart; Laubblattspreite oberseits anfangs kurzhaarig, unterseits i.d.R. grün, flächig behaart, außerdem in den Nerven­winkeln weißlich-bärtig, ohne Sternhaare, 7–10(12) cm lang, unterseits auf den Nerven abstehend behaart, Nerven 3. Ordnung deutlich; Blütenstand (2)3(5)-blütig; Blüten stark duftend; Frucht deutlich 5-kantig, dickschalig (zwischen den Fingern nicht zerdrückbar). Höhe: 20–40 m. Makrophanerophyt; Höchstalter rund 1000 Jahre. (V)VI (2–3 Wochen früher als die Winter-Linde). Mäßig frische, luftfeuchte, wintermilde Edellaubwälder, z.B. Ulmen-Ahorn-Eschen-Schluchtwälder; collin–untermontan; zerstreut. Auch als Forst-, Park- und Straßenbaum kultiviert. Arzneipflanze (Blüten: Lindenblütentee), Wildgemüse (Laubblatt). 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Auch als Forst-, Park- u. Straßenbaum kultiviert. Arzneipflanze (Blüten: Lindenblütentee), Wildgemüse (Laubblätter)

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • verholzt
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Höchstalter rund 1000 Jahre

Wuchshöhe:

  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: 20–40 m

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
  • Infloreszenz wenigblütig

Blütenstand (2)3(5)-blütig

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: gelb
  • Farbe: weiß oder cremefarben

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: zahlreiche Staubblätter (mehr als zehn)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Blütenduft:

  • mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)

Blütenduft: stark, Typusduft: Lindenblüte

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze behaart
  • Schösslinge bildend („Wassertriebe“, bei Holzigen)

heurige Zweigachsen behaart

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Blattstellung: Zweizeilig (distich)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite rundlich
  • Spreitengrund herzförmig

Laubblattspreite oberseits anfangs kurzhaarig, unterseits in der Regel grün, flächig behaart, außerdem in den Nervenwinkeln weißl.-bärtig, ohne Sternhaare

Laubblattspreite 7–10(12) cm lang, unterseits auf den Nerven abstehend behaart, Nerven 3. Ordnung deutlich

Blattstiel:

Knospen:

  • eine oder wenige Knospenschuppen

Fruchtstand:

mit Hochblatt (Flugorgan)

Frucht:

Frucht deutlich 5-kantig, dickschalig (zwischen den Fingern nicht zerdrückbar)

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste

Mäßig frische, luftfeuchte, wintermilde Edellaubwälder, zB Ulmen-Ahorn-Eschen-Schluchtwälder

Auch als Forst-, Park- u. Straßenbaum kultiviert

Ökologie:

Mäßig frische, luftfeuchte, wintermilde Edellaubwälder, zB Ulmen-Ahorn-Eschen-Schluchtwälder

nährstoffanspruchsvoll

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über Wurzelbrut

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni

(V)VI (2–3 Wochen früher als die Winter-Linde)