









Beifuß-Traubenkraut
Ambrosia artemisiifolia
Gattung (genus)
Familie (familia)
Laubblätter 1–2×-fiederschnittig; Fruchtkorb 3–5 mm lang. — Stängel verzweigt; obere Laubblätter oft wechselständig; Laubblattabschnitte stumpf bis spitz
Einjährig; Laubblätter 2×-fiederschnittig (sehr selten obere ungeteilt), meist nur spärlich bis locker behaart, die oberen (wie alle übrigen) gestielt; Fruchtschnabel 1(1,5) mm lang. — Stängel zumindest oben ± zottig behaart; Laubblattstiel nur gegen den Grund zu etwas verbreitert, 1–1,5 mm breit; Fruchtkorbhülle am oberen Rand mit (4)5–7 dornig-spitzen Zähnen. Höhe: (20)30–150(280) cm. ☉ Therophyt. VII–IX(X). Mäßig trockene, sandig-kiesige Ruderalstellen (Straßenbankette, Bahnanlagen), oft massenhaft in Äckern, etwas salztolerant; lichtliebender Pionier; collin–submontan (–untermontan); im Osten und collin–submontan häufig, sonst zerstreut bis selten. UÖG;– B[1], W, N, O, St, K, S, T, V; – BAY; (FL); GR; IT; SLO. In klimawarmen Lagen (auch Tallagen der Alpen) etabliert, montan unbeständig (mit Saatgut und Vogelfutter verschleppt); stark expansiv und invasiv und in weiterer Etablierung begriffen. (Heimat: Nordamerika) Giftig (Pollen stark allergen, in der Schweiz offiziell „Quarantäneschadorganismus“). – [2n = 36] –Lit. : Karrer (2014), Pinke (2019)– (A. elatior) Beifuß-T., -A.,Ragweed [amer.: = Fetzenkraut], Beifußblättrige A., Hohes T. /A. artemisiifolia
[1] behördliche Bekämpfungsmaßnahmen
DetailbeschreibungFlora status:
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
In klimawarmen Lagen etabliert, montan unbeständig (mit Saatgut und Vogelfutter verschleppt); stark expansiv und invasiv und in weiterer Etablierung begriffen
Verbreitung:
Heimat: Nordamerika
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Höhe: (20)30–150(280) cm
Blütenbiologie:
- Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- Blüten zwittrig
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Typ: Korb/ Körbchen
Fruchtkorbhülle am oberen Rand mit (4)5–7 dornig-spitzen Zähnen
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: grünlich
- Farbe: braun/schwärzlich
- Farbe: gelb
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter verwachsen
Giftig (Pollen stark allergen)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Stängel verzweigt
Stängel zumindest oben ± zottig behaart
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
- Blattform: zusammengesetzt: zweifach (doppelt) oder mehrfach
- Blattstellung: Wechselständig
- Blattstellung: Gegenständig
obere Laubblätter oft wechselständig
Laubblattabschnitte stumpf bis spitz
Laubblätter 2×-fiederschnittig (sehr selten obere ungeteilt), meist nur spärlich bis locker behaart, die oberen (wie alle übrigen) gestielt; Laubblattstiel nur gegen den Grund zu etwas verbreitert, 1–1,5 mm breit
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Laubblätter gestielt
Laubblattstiel nur gegen den Grund zu etwas verbreitert
Lebensraum:
- Ruderalstandorte
- Trockenrasen
- Äcker und Ackerrandstreifen
Mäßig trockene, sandig-kiesige Ruderalstellen (Straßenbankette, Bahnanlagen), oft massenhaft in Äckern, etwas salztolerant; lichtliebender Pionier
In klimawarmen Lagen etabliert, montan unbeständig (mit Saatgut und Vogelfutter verschleppt); stark expansiv und invasiv und in weiterer Etablierung begriffen
Ökologie:
- An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
- wärmeliebend (thermophil)
- Lichtliebend (=heliophil)
- Störungszeiger
Mäßig trockene, sandig-kiesige Ruderalstellen (Straßenbankette, Bahnanlagen), oft massenhaft in Äckern, etwas salztolerant; lichtliebender Pionier
In klimawarmen Lagen etabliert, montan unbeständig (mit Saatgut und Vogelfutter verschleppt); stark expansiv und invasiv und in weiterer Etablierung begriffen
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–submontan (–untermontan)
Geologie/Boden:
- Lockere Böden (kiesig, sandig)
Mäßig trockene, sandig-kiesige Ruderalstellen (Straßenbankette, Bahnanlagen), oft massenhaft in Äckern, etwas salztolerant; lichtliebender Pionier
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VII–IX(X)