




Fieder-Zwenke
Brachypodium pinnatum
Gattung (genus)
Artengruppe Fieder-Zwenke / Brachypodium pinnatum agg.
Gattung (genus)
Familie (familia)
Laubblattspreite unterseits auf der ganzen Fläche rau infolge in dichten Reihen stehender, aufrecht-abstehender kurzer, tropfenförmiger Stachelhärchen (Lupe!), dadurch nicht glänzend; oberseits ± locker langhaarig, 4–6(9) mm breit, stets flach ausgebreitet, weich, dunkelgrün, im Herbst orangegelb, im Spreiten-Querschnitt seitlichen Nerven mit von der Oberseite zur Unterseite nur teilweise durchgehenden Sklerenchymsträngen (Mikroskop!); Ligula des 2. Laubblatts von oben (1)1,6–2,8 mm (?) lang; Traube meist mit 6–8 Ährchen, diese 5–9, 18–40 mm lang, meist gerade, 9–11-blütig; Deckspelze meist behaart, zumindest bewimpert, 7–11 mm lang. Höhe: 50–60 cm. Ausdauernd. Hemikryptophyt. VI–VII. Halbtrockenrasen, trockene Magerweiden, lichte Wälder, Säume; karbonatliebend, weidefest, durch Abbrennen gefördert; collin–subalpin; häufig bis zerstreut.
Detailbeschreibung
Wuchsform:
Wuchshöhe:
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 50–60 cm
Blütenbiologie:
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- Blüten zwittrig
- windbestäubt (anemophil)
Blütenstand:
- Ährenrispe (bei Süßgräsern)
- Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)
- Infloreszenz wenigblütig
- Typ: Traube
Ährchen 5–9, 18–40 mm lang, meist gerade, 9–11-blütig
Deckspelzen 7–11 mm lang
Deckspelze meist behaart, zumindest bewimpert
Ährchen nicht oder nur wenig in die Ährenachse eingesenkt
Ähre stets dicker als der Stängel und von diesem deutlich verschieden
Auf jedem Knoten der Ährenachse nur 1 Ährchen
Ährchen zwar kurz, aber deutlich gestielt
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtknoten oberständig
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
Anthere 4–5× (?) so lang wie breit
Antheren 3–6 mm lang
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)
Pflanze meist mit unterirdischen Ausläufern
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- mit unterirdischen Ausläufern
Pflanze meist mit unterirdischen Ausläufern
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattstellung: Zweizeilig (distich)
- mit Blatthäutchen (Ligula)
- mit Blattscheide
- Spreite linealisch
- Farbe: dunkelgrün
- Behaarung: Blattunterseite behaart
Ligula 1–3 mm lang
Knoten dicht samtig behaart
Laubblattspreiten unterseits ohne auffallenden Mittelnerv
Laubblattscheiden weichhaarig bis kahl, glatt bis rau (?)
Laubblattspreite unterseits auf der ganzen Fläche rau infolge in dichten Reihen stehender, aufrecht-abstehender kurzer, tropfenförmiger Stachelhärchen, dadurch nicht glänzend; oberseits ± locker langhaarig
Ligula des 2. Laubblatts von oben (1)1,6–2,8 mm (?) lang
Laubblattspreite 4–6(9) mm breit, stets flach ausgebreitet, weich, dunkelgrün, im Herbst orangegelb, im Spreiten-Querschnitt seitliche Nerven mit von der Oberseite zur Unterseite nur teilweise durchgehenden Sklerenchymsträngen
Lebensraum:
- Halbtrockenrasen
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
- Wälder und Forste
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
Halbtrockenrasen, trockene Magerweiden, lichte Wälder, Säume
Ökologie:
- Beweidungszeiger (wird von Vieh nicht oder kaum gefressen)
weidefest, durch Abbrennen gefördert
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–subalpin
Geologie/Boden:
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
karbonatliebend
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
VI–VII




