Gewöhnlich-Sommerflieder

Buddleja davidii

Gattung (genus)

Sommerflieder / Buddleja

Familie (familia)

Braunwurzgewächse / Scrophulariaceae


Synonyme: Schmetterlingsflieder, Schmetterlingsstrauch, Buddleje, Fliederspeer, Schmetterlingsbusch,  (amerikanisch:) „orange eye butterfly bush“; „Buddleja variabilis“, Buddleja davidii-Hybriden, Buddleja nanhoensis-Hybri­den

Äste 4-kantig, filzig behaart; Laubblatt lanzettlich, fein gesägt bis undeutlich gekerbt; Stipeln klein, rundlich oder fehlend; Blütenstand: dichtblütiger Thyrsus, lang walzlich bis -ke­ge­lig, ± abstehend, 10–25 cm lang; Blïuten stark duftend; Kronröhre gerade, 4–5× so lang wie der Kelch; Kronschlund orange; Staubblätter ≈ in der Mitte der Kronröhre; Samen 2–4 mm lang, mit blasigen Anhängseln. Höhe: 1–3 m. Holzig, Nanophanerophyt, halb-wintergrün. (VI)VII–IX. Meist stark von Schmetterlingen (z.B. Tagpfauenauge, Kaisermantel) besucht. Als Zierstrauch (viele Sorten) häufig kultiviert und stark verwildernd in warmen Lagen an Ruderalstellen, besonders Pflasterritzen, Bauruinen, Bahnanlagen, Schottergruben, Flussalluvionen; collin–untermontan; häufig bis selten. Stark expansiver (invasiver!) Etablierter. (Heimat: China; invasiv auch in Nordamerika, Australien, Neuseeland.) Meist Kulturhybriden. Giftig.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Als Zierstrauch (viele Sorten) häufig kultiviert und stark verwildernd

Stark expansiver (invasiver!) Etablierter. (Heimat: China; invasiv auch in Nordamerika, Australien, Neuseeland.) Meist Kulturhybriden

Verbreitung:

Heimat: China; invasiv auch in Nordamerika, Australien, Neuseeland

Lebensform:

Wuchsform:

  • bienn (zweijährig)
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • verholzt

Wuchshöhe:

  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: 1–3 m

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Schmetterlinge

Meist stark von Schmetterlingen (zB Tagpfauenauge, Kaisermantel) besucht

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz dichtblütig
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstand: dichtblütiger Thyrsus, lang walzlich bis -kegelig, ± abstehend, 10–25 cm lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: orange
  • Farbe: violett
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Kronröhre gerade, 4–5× so lang wie der Kelch; Kronschlund orange; Staubblätter ≈ in der Mitte der Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter

Staubblätter ≈ in der Mitte der Kronröhre

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Kronröhre gerade, 4–5× so lang wie der Kelch

Blütenduft:

  • mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)

Blütenduft: stark: dunkler Waldhonig+Stroh

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze immergrün oder wintergrün
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Stängel kantig

Äste 4-kantig, filzig behaart

halb-wintergrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite lanzettlich

Laubblatt lanzettlich, fein gesägt bis undeutlich gekerbt

Stipeln klein, rundlich oder fehlend

halb-wintergrün

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen 2–4 mm lang, mit blasigen Anhängseln

Lebensraum:

  • Ruderalstandorte
  • Ufer und Röhrichte

Als Zierstrauch (viele Sorten) häufig kultiviert und stark verwildernd in warmen Lagen an Ruderalstellen, besonders Pflasterritzen, Bauruinen, Bahnanlagen, Schottergruben, Flussalluvionen

 

Ökologie:

  • wärmeliebend (thermophil)
  • Lichtliebend (=heliophil)

Stark verwildernd in warmen Lagen an Ruderalstellen, besonders Pflasterritzen, Bauruinen, Bahnanlagen, Schottergruben, Flussalluvionen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Geologie/Boden:

  • Flachgründige Böden
  • Lockere Böden (kiesig, sandig)

Als Zierstrauch (viele Sorten) häufig kultiviert und stark verwildernd in warmen Lagen an Ruderalstellen, besonders Pflasterritzen, Bauruinen, Bahnanlagen, Schottergruben, Flussalluvionen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

(VI)VII–IX