


Gewöhnliches Sichel-Hasenohr
Bupleurum falcatum subsp. falcatum
Art (species)
Sichel-Hasenohr / Bupleurum falcatum
Gattung (genus)
Familie (familia)
Im Burgenland (und in Österreich) die einzige Unterart von Bupleurum falcatum. Nähere Informationen siehe dort.
Laubblatt ± deutlich gestielt; untere Stängelblätter (wie die Grundblätter) 5–40 mm breit, elliptisch bis verkehrt-eiförmig, länglich bis lanzettlich, oft sichelförmig gekrümmt, lang gestielt; obere Stängelblätter lanzettlich, ± sichelförmig gebogen. Frucht ≈ 3 mm lang, die Rippen meist ungeflügelt. Kalk- und lössliebend; collin–montan; im Pannonikum und am nördlichen Alpenostrand sehr häufig, sonst selten.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Gebiet:
im Pannonikum u. nördlichen Alpenostrand sehr häufig, sonst selten
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
siehe Bupleurum falcatum
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Proterandrie
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Typ: Doppeldolde
Hüllblätter schmäler als 1 mm
Doldenstrahlen 5–15
Hüllblätter 2–3
Blütenstiele 2× so lang wie Blüten
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: gelb
Krone gelb
ganzes Kronblatt in sich gekrümmt; Flexurkante ausgerandet; Lobulum ⅔, breit- bis sehr breit-riemenförmig, stumpf 2-spitzig
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter frei
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
Pleiokorm
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Stängel ästig u. mit mehreren Laubblättern
Pflanze ausdauernd
zur Fruchtzeit grundständige Laubblätter vorhanden
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: glauk (blaugrün)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- mit Blattscheide
- Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
- Nervatur parallel-/bogennervig
- Spreite elliptisch
- Spreite eiförmig
- Spreite lanzettlich
Laubblatt mit mehreren Längsnerven, nicht od. nur sehr schwach netznervig
Stängel ästig u. mit mehreren Laubblättern
zur Fruchtzeit grundständige Laubblätter vorhanden
Obere Stängelblätter mit verschmälertem Grund sitzend
Laubblatt ± deutlich gestielt
Untere Stängelblätter (wie die Grundblätter) 5–40 mm breit, elliptisch bis verkehrt-eiförmig, länglich bis lanzettlich, oft sichelförmig gekrümmt, lang gestielt
obere Stängelblätter lanzettlich, ± sichelförmig gebogen
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel lang (deutlich)
Obere Stängelblätter mit verschmälertem Grund sitzend
Laubblatt ± deutlich gestielt
Untere Stängelblätter (wie die Grundblätter) lang gestielt
Rosette:
- Halbrosettenpflanze (Rosette und Stängelblätter vorhanden)
Lebensraum:
- Halbtrockenrasen
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
- Wälder und Forste
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
Trockene Wiesen, Halbtrockenrasen, Gebüsche, lichte Wälder, Säume
Kalk- u. lössliebend
im Pannonikum u. nördlichen Alpenostrand sehr häufig, sonst selten
Ökologie:
- An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
Trockene Wiesen, Halbtrockenrasen, Gebüsche, lichte Wälder, Säume
Kalk- u. lössliebend
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan
Geologie/Boden:
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
- Lockere Böden (kiesig, sandig)
Trockene Wiesen, Halbtrockenrasen, Gebüsche, lichte Wälder, Säume
Kalk- u. lössliebend
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
Streufrüchte
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
- 11 - November
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