Salz-Tausendguldenkraut

Centaurium littorale


Gattung (genus)

Tausendguldenkraut / Centaurium

Familie (familia)

Enziangewächse / Gentianaceae


Synonyme: Strand-Tausendguldenkraut; Erythraea uliginosa, Centaurium vulgare subsp. uliginosum, Centaurium uliginosum, Centaurium littorale subsp. uliginosum

Stängel (besonders an den Kanten), Blattrand und Kelchkanten deutlich papillös bis kurz­haarig (gute Lupe!); untere Laubblätter rosettig gehäuft, eine meist deutliche Grundrosette bildend (diese zur Blütezeit manchmal schon vertrocknet); Rosettenblätter länglich- bis linealisch-spatelig, schmäler als 6 mm, 1–3-nervig; Stängelblätter länglich-lanzettlich, 1-nervig; Endblüte 0–1(2) mm lang gestielt; Kelch beim Aufblühen so lang wie die Kronröhre. Krone 12–15 mm lang; Kronzipfel 5–6,5 mm lang, purpurrosa. Höhe: 5–25 cm. Hemikryptophyt. VII–X. Feuchte, besonders ± salzige Wiesen; collin(–untermontan); im Nord-Burgenland (Seewinkel) häufig, sonst selten. Nur im Pannonikum.

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Nur im Pannonikum.

Gebiet:

  • Nordburgenland

im Nord-Burgenland (Seewinkel) häufig, sonst selten

Lebensform:

Wuchsform:

  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

untere Laubblätter rosettig gehäuft, eine meist deutliche Grundrosette bildend (diese zur Blütezeit manchmal schon vertrocknet)

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 5–25 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Endblüte 0–1(2) mm lang gestielt

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Kelch beim Aufblühen so lang wie die Kronröhre. Krone 12–15 mm lang; Kronzipfel 5–6,5 mm lang, purpurrosa

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

Kelch beim Aufblühen so lang wie die Kronröhre

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel (besonders an den Kanten), Blattrand und Kelchkanten deutlich papillös bis kurz­haarig (gute Lupe!)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • Spreite linealisch
  • Spreite spatelförmig
  • Spreite lanzettlich
  • Nervatur parallel-/bogennervig

Blattrand und Kelchkanten deutlich papillös bis kurz­haarig (gute Lupe!); untere Laubblätter rosettig gehäuft, eine meist deutliche Grundrosette bildend (diese zur Blütezeit manchmal schon vertrocknet); Rosettenblätter länglich- bis linealisch-spatelig, schmäler als 6 mm, 1–3-nervig; Stängelblätter länglich-lanzettlich, 1-nervig

Blattstiel:

Rosette:

untere Laubblätter rosettig gehäuft, eine meist deutliche Grundrosette bildend (diese zur Blütezeit manchmal schon vertrocknet); Rosettenblätter länglich- bis linealisch-spatelig, schmäler als 6 mm, 1–3-nervig

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Feuchte, besonders ± salzige Wiesen;

im Nord-Burgenland (Seewinkel) häufig, sonst seltren

Nur im Pannonikum.

Ökologie:

  • Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Feuchte, besonders ± salzige Wiesen

im Nord-Burgenland (Seewinkel) häufig, sonst selten. Nur im Pannonikum.

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin(–untermontan)

Geologie/Boden:

Feuchte, besonders ± salzige Wiesen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VII–X