Klein-Tausendguldenkraut

Centaurium pulchellum


Gattung (genus)

Tausendguldenkraut / Centaurium

Familie (familia)

Enziangewächse / Gentianaceae


Synonyme: Erythraea pulchel­la

Pflanze meist deutlich dichasial verzweigt; Stängelkanten nicht papillös; Stängelblätter meist elliptisch bis eilanzettlich, 1-nervig, Blattrand und Kelchkanten nicht papillös. Untere Laubblätter nicht rosettig gehäuft (zur Blütezeit keine Grundrosette vorhanden); Endblüte (= Blüte an der Spitze des Stängels) 2–11 mm lang gestielt; Kronröhre 10–12(14) mm lang, Kronzipfel 2–4 mm lang, hell-purpurrot. Höhe: 2–15(20) cm. Therophyt. VII–IX. Lückige, feuchte, karbonatreiche Wiesen, Salzfluren und ru­deral beeinflusste Rasen, nasse Wege, Schottergruben; collin–montan; zerstreut bis selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Pflanze meist deutlich dichasial verzweigt

Untere Laubblätter nicht rosettig gehäuft (zur Blütezeit keine Grundrosette vorhanden)

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 2–15(20) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Endblüte (= Blüte an der Spitze des Stängels) 2–11 mm lang gestielt; Pflanze meist deutlich dichasial verzweigt

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Kronröhre 10–12(14) mm lang, Kronzipfel 2–4 mm lang, hell-purpurrot

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Untere Laubblätter nicht rosettig gehäuft (zur Blütezeit keine Grundrosette vorhanden

Pflanze meist deutlich dichasial verzweigt; Stängelkanten nicht papillös

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

Stängelblätter meist elliptisch bis eilanzettlich, 1-nervig, Blattrand und Kelchkanten nicht papillös. Untere Laubblätter nicht rosettig gehäuft (zur Blütezeit keine Grundrosette vorhanden)

Blattstiel:

Rosette:

Untere Laubblätter nicht rosettig gehäuft (zur Blütezeit keine Grundrosette vorhanden

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Ruderalstandorte
  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore

Lückige, feuchte, karbonatreiche Wiesen, Salzfluren und ruderal beeinflusste Rasen, nasse Wege, Schottergruben

Ökologie:

  • Störungszeiger
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger
  • Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant

Lückige, feuchte, karbonatreiche Wiesen, Salzfluren und ruderal beeinflusste Rasen, nasse Wege, Schottergruben

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Lückige, feuchte, karbonatreiche Wiesen, Salzfluren und ruderal beeinflusste Rasen, nasse Wege, Schottergruben

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VII–IX