



Chaerophyllum bulbosum subsp. bulbosum
Art (species)
Rüben-Kälberkropf, Kerbelrübe / Chaerophyllum bulbosum
Gattung (genus)
Familie (familia)
Im Burgenland (und in Österreich) die einzige Unterart von Chaerophyllum bulbosum, nähere Infomationen siehe dort.
Detailbeschreibung
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz vielblütig
- Typ: Doppeldolde
Hüllchenblätter kahl
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: weiß oder cremefarben
Kronblätter nicht bewimpert (Lupe!)
Krone weiß
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
Griffeläste weit auseinander spreizend (Winkel ≈ 60–90°)
Griffel so lang wie der Griffelpolster
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Speicherwurzel(n) – Rüben und Wurzelknollen
- Sprossknolle
Hauptwurzel knollig verdickt (fast kugelig)
Wildgemüse (Pfahlwurzel-Knolle), ehedem (vor dem Erdapfelzeitalter) Gemüse- u. Futterpflanze
(laut Rothmaler EF von Deutschland: Spross- bzw. Hypokotylknolle)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Knoten deutlich erkennbar (Poaceae)
- Pflanze behaart
- Pflanze glauk/bereift
- Pflanze kahl
- Stängel stielrund
- Stängel zusammengedrückt/zweischneidig
Stängel wenigstens unterwärts rotfleckig, unter den Knoten ± deutlich verdickt
Pflanze einjährig bis kurzlebig
Hauptwurzel knollig verdickt (fast kugelig)
Stängel in der oberen Hälfte kahl; Hüllchenblätter kahl
Stängel stielrund,nur unten dicht steifhaarig (zumind. im untersten Internodium) u. rot gefleckt, oben meist bereift
Laubblatt zerrieben mit charakteristischem scharfem Geruch (Jungpflanzen geruchlos!)
Wildgemüse (Pfahlwurzel-Knolle), ehedem (vor dem Erdapfelzeitalter) Gemüse- u. Futterpflanze
Verwechslunsmöglichkeit: Anmerkungen bei Conium maculatum/ Fleckenschierling u. Aethusa/ Hundspetersilie!
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, geschnitten
- Blattform: geteilt, gespalten
- Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
- Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
- Blattrand: gekerbt
- Blattrand: gesägt
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Blattstellung: Wechselständig
- Fiederblätter: ein oder wenige (bis drei) Fiederpaare
- Fiederblätter: viele (vier oder mehr) Fiederpaare
- Blattform: zusammengesetzt: zweifach (doppelt) oder mehrfach
- mit Blattscheide
- Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
- Spreite linealisch
Laubblätter 2–3×-gefiedert
Blättchem am Grund fiederspaltig, an der Spitze gekerbt od. gesägt
Laubblatt 4× gefiedert, Rhachis locker abstehend behaart, Zipfel fiederschnittig, zerrieben mit charakteristischem scharfem Geruch (Jungpflanzen geruchlos!)
Zipfel der obersten Laubblätter schmallinealisch
Verwechslunsmöglichkeit: Anmerkungen bei Conium maculatum/ Fleckenschierling u. Aethusa/ Hundspetersilie!
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel lang (deutlich)
Rosette:
- Halbrosettenpflanze (Rosette und Stängelblätter vorhanden)
Phänologie:
Kälte- und Dunkelkeimer
Lebensraum:
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
- Auwälder
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
Frische, ± ruderale Gebüsche u. Hecken, Auwälder, Ackerränder, Weingartenränder; stickstoffliebend
im Pannonikum häufig bis zerstreut, sonst selten
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
Frische, ± ruderale Gebüsche u. Hecken, Auwälder, Ackerränder, Weingartenränder; stickstoffliebend
im Pannonikum häufig bis zerstreut, sonst selten
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–untermontan
Geologie/Boden:
Frische, ± ruderale Gebüsche u. Hecken, Auwälder, Ackerränder, Weingartenränder; stickstoffliebend
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
Streufrüchte
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
VI–VIII



