Taumel-Kälberkropf

Chaerophyllum temulum


Gattung (genus)

Kälberkropf / Chaerophyllum

Familie (familia)

Doldenblütler / Apiaceae


Synonym: Chaerophyllum temulentum

Pflanze einjährig bis kurzlebig, Hauptwurzel spindelförmig; Stängel auch in der oberen Hälfte behaart (mit kräftigen und dazwischen sehr feinen Haaren); Stängel ± stumpfkantig, meist stark rotfleckig (wenigstens unterwärts), unter den Knoten ± deutlich verdickt; Laubblatt behaart; 2–3×-gefiedert; Blättchem am Grund fiederspaltig, an der Spitze gekerbt oder gesägt; Zipfel eiförmig, stumpf, manchmal sehr kurz bespitzt, Hüllchenblätter feinbewim­pert; Krone weiß; Kronblätter  nicht bewimpert (Lupe!); Griffeläste weit auseinander spreizend (Winkel ≈ 60–90°). Griffel so lang wie der Griffelpolster; Fruchtende Doppeldolden mit spreizend aufrecht-abstehenden Doldenstrahlen. Frucht 4–7 mm lang.

Höhe: 30–100 cm. Therophyt–Hemikryptphyt. V–VIII. Ru­derale Gebüsche und Hecken und Waldränder, Park- und Garten­anlagen, Robinienforste; Stick­stoffzeiger; collin–montan.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Pflanze einjährig bis kurzlebig

 

Wuchsform:

Pflanze einjährig bis kurzlebig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 30–100 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Proterandrie

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Doppeldolde

Hüllchenblätter fein bewimpert

fruchtende Doppeldolden mit spreizend aufrecht-abstehenden Doldenstrahlen

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)

Kronblätter nicht bewimpert (Lupe!)

Krone weiß

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten unterständig
  • Fruchtblätter verwachsen
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

Griffeläste weit auseinander spreizend (Winkel ≈ 60–90°)

Griffel so lang wie der Griffelpolster

 

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

Hauptwurzel spindelförmig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Knoten deutlich erkennbar (Poaceae)
  • Pflanze behaart
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel wenigstens unterwärts rotfleckig, unter den Knoten ± deutlich verdickt

Pflanze einjährig bis kurzlebig

Stängel auch in der oberen Hälfte behaart (mit kräftigen u. dazwischen sehr feinen Haaren)

Stängel ± stumpfkantig, behaart, meist stark rotfleckig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: geteilt, gespalten
  • Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
  • Blattform: zusammengesetzt: zweifach (doppelt) oder mehrfach
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Fiederblätter: ein oder wenige (bis drei) Fiederpaare
  • mit Blattscheide
  • Spreite eiförmig

Laubblätter 2–3×-gefiedert

Blättchem am Grund fiederspaltig, an der Spitze gekerbt od. gesägt

Laubblatt 2× (bis fast 3×) gefiedert, behaart, Zipfel eiförmig, stumpf, manchmal sehr kurz bespitzt

 

Blattstiel:

Rosette:

Fruchtstand:

fruchtende Doppeldolden mit spreizend aufrecht-abstehenden Doldenstrahlen

Frucht:

  • Achäne /Karyopse
  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)

Griffeläste weit auseinander spreizend (Winkel ≈ 60–90°)

Frucht 4–7 mm lang

Griffel so lang wie der Griffelpolster

 

fruchtende Doppeldolden mit spreizend aufrecht-abstehenden Doldenstrahlen

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Teilfrüchte einsamig

Samen kurzlebig

Lebensraum:

  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Ruderalstandorte
  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Ruderale Gebüsche u. Hecken u. Waldränder, Park- u. Gartenanlagen, Robinienforste; Stickstoffzeiger

Ökologie:

  • Störungszeiger
  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Ruderale Gebüsche u. Hecken u. Waldränder, Park- u. Gartenanlagen, Robinienforste; Stickstoffzeiger

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

Streufrüchte

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

V–VIII