Europa-Fleckenschierling

Conium maculatum


Gattung (genus)

Fleckenschierling / Conium

Familie (familia)

Doldenblütler / Apiaceae


Stängel zur Gänze (auch ganz unten) kahl, bereift, ± purpurn gefleckt; Laubblatt kahl, nach wenigen Minuten Latenzzeit mäuseurinartig stinkend. Laubblatt 4–5× gefiedert, Fie­dern 5. Ordng einge­schnitten-gesägt. Höhe: 80–200(300) cm. Hemikryptophyt. VI–IX(X). Rude­ral­stellen, Hecken, Weingartenränder, neuerdings auch Äcker; lehm- und stick­stoff­liebend; collin–untermontan; Archäophyt (Hauptverbreitung: Mediterran) Volksarzneipflanze (historisch), Zauberpflanze.

Verwechslungsmöglichkeit: Das (im Habitus) recht ähnliche Chaerophyllum bulbosum / Rüben-Kälberkropf unterscheidet sich u. a. durch die Knollenrübe, den unten steifhaarigen Stängel, die linealischen (nicht breit-ellipsoiden) Teilfrüchte u. den fehlenden Mäusegestank. — Die (im Habitus) ebenfalls sehr ähnliche Aethusa cynapium / Hundspetersilie, deren Hüllchen gleichfalls einseitswendig (aber viel länger) ist, unterscheidet sich durch den nicht rotfleckigen Stängel, die fehlende Hülle (beim Fleckenschierling vorhanden) und den fehlenden Mäusegestank.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Archäophyt

Volksarzneirpflanze (historisch), Zauberpflanze

Verbreitung:

Hauptverbreitung: Mediterran

Lebensform:

Wuchsform:

  • bienn (zweijährig)
  • ausdauernd
  • krautig
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)

Verwechslungsmöglichkeit: Das (im Habitus) recht ähnliche Chaerophyllum bulbosum / Rüben-Kälberkropf unterscheidet sich u. a. durch die Knollenrübe, den unten steifhaarigen Stängel, die linealischen (nicht breit-ellipsoiden) Teilfrüchte u. den fehlenden Mäusegestank. — Die (im Habitus) ebenfalls sehr ähnliche Aethusa cynapium / Hundspetersilie, deren Hüllchen gleichfalls einseitswendig (aber viel länger) ist, unterscheidet sich durch den nicht rotfleckigen Stängel, die fehlende Hülle (beim Fleckenschierling vorhanden) u. den fehlenden Mäusegestank.

 

Wuchshöhe:

  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: 80–200(300) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Doppeldolde

Verwechslungsmöglichkeit: Die (im Habitus) ebenfalls sehr ähnliche Aethusa cynapium / Hundspetersilie, deren Hüllchen gleichfalls einseitswendig (aber viel länger) ist, unterscheidet sich durch den nicht rotfleckigen Stängel, die fehlende Hülle (beim Fleckenschierling vorhanden) u. den fehlenden Mäusegestank.

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten unterständig
  • Fruchtblätter verwachsen
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Speicherwurzel(n) – Rüben und Wurzelknollen

Rübe

 

Verwechslungsmöglichkeit: Das (im Habitus) recht ähnliche Chaerophyllum bulbosum / Rüben-Kälberkropf unterscheidet sich u. a. durch die Knollenrübe, den unten steifhaarigen Stängel, die linealischen (nicht breit-ellipsoiden) Teilfrüchte u. den fehlenden Mäusegestank.

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Stängel zur Gänze (auch ganz unten) kahl, bereift, ± purpurn gefleckt; Laubblatt kahl, nach wenigen Minuten Latenzzeit mäuseurinartig stinkend. Volksarzneirpflanze (historisch), Zauberpflanze.

 

Verwechslungsmöglichkeit: Das (im Habitus) recht ähnliche Chaerophyllum bulbosum / Rüben-Kälberkropf unterscheidet sich u. a. durch die Knollenrübe, den unten steifhaarigen Stängel, die linealischen (nicht breit-ellipsoiden) Teilfrüchte u. den fehlenden Mäusegestank. — Die (im Habitus) ebenfalls sehr ähnliche Aethusa cynapium / Hundspetersilie, deren Hüllchen gleichfalls einseitswendig (aber viel länger) ist, unterscheidet sich durch den nicht rotfleckigen Stängel, die fehlende Hülle (beim Fleckenschierling vorhanden) u. den fehlenden Mäusegestank.

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt: zweifach (doppelt) oder mehrfach
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • mit Blattscheide
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)

Laubblatt kahl, nach wenigen Minuten Latenzzeit mäuseurinartig stinkend. Laubblatt 4–5× gefiedert, Fiedern 5. Ordng eingeschnitten-gesägt.

 

Verwechslungsmöglichkeit: Das (im Habitus) recht ähnliche Chaerophyllum bulbosum / Rüben-Kälberkropf unterscheidet sich u. a. durch die Knollenrübe, den unten steifhaarigen Stängel, die linealischen (nicht breit-ellipsoiden) Teilfrüchte u. den fehlenden Mäusegestank.

Die (im Habitus) ebenfalls sehr ähnliche Aethusa cynapium / Hundspetersilie, deren Hüllchen gleichfalls einseitswendig (aber viel länger) ist, unterscheidet sich durch den nicht rotfleckigen Stängel, die fehlende Hülle (beim Fleckenschierling vorhanden) u. den fehlenden Mäusegestank.

 

Blattstiel:

Rosette:

Frucht:

  • Achäne /Karyopse
  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)

Verwechslungsmöglichkeit: Das (im Habitus) recht ähnliche Chaerophyllum bulbosum / Rüben-Kälberkropf unterscheidet sich u. a. durch die Knollenrübe, den unten steifhaarigen Stängel, die linealischen (nicht breit-ellipsoiden) Teilfrüchte u. den fehlenden Mäusegestank.

 

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Teilfrucht einsamig

Lebensraum:

  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Ruderalstellen, Hecken, Weingartenränder, neuerdings auch Äcker; lehm- u. stickstoffliebend

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Ruderalstellen, Hecken, Weingartenränder, neuerdings auch Äcker; lehm- u. stickstoffliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Geologie/Boden:

  • Dichte Böden (lehmig, tonig)

Ruderalstellen, Hecken, Weingartenränder, neuerdings auch Äcker; lehm- u. stickstoffliebend

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

Streufrüchte

auch durch den Menschen ausgebreitet?

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VI–IX(X)