


Echt-Maiglöckchen
Convallaria majalis
Gattung (genus)
Familie (familia)
Spargelgewächse / Asparagaceae
Synonyme: „Faltrian“, (deutschkärntnerisch:) „Håslrausch“, (oberösterreichisch:) „Filigum“, (burgenland-kroatisch:) djurdj, (vorarlbergisch und schweizerisch:) „Maiarösle“, Meierisli“,(deutschländisch:) Maiblume
Rhizom waagrecht; am Grund zwei häutigen scheidigen Niederblättern (den Grund des Scheinstängels umfassend); Laubblattspreiten breit-lanzettlich bis elliptisch, oberseits matt, unterseits glänzend; Traube (5)7–11-blütig; Blüten nickend; Blüten stark duftend. Höhe: 10–20(30) cm. Geophyt. V–VI. Trockene, basische bis schwach bodensaure (Edellaub-)Wälder; collin–subalpin; häufig bis zerstreut. Auch als Zierpflanze kultiviert und verwildernd. Stark giftig (Herzgift: Cardenolide); Arzneipflanze (Laubblätter, Blüten, Wurzel); Pharmazeutisch; Zauberpfanze.
Verwechslungsmöglichkeit: Die Spreite der ähnlichen Laubblätter des Bär-Lauchs / Allium ursinum glänzt auf der (scheinbaren) Oberseite und riecht lauchartig.
Detailbeschreibung
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 10–20(30) cm
Blütenbiologie:
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- Blüten zwittrig
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blüten stark duftend
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz wenigblütig
- Infloreszenz vielblütig
- Infloreszenz lockerblütig
- Typ: Traube
Traube (5)7–11-blütig; Blüten nickend
Blütenblätter:
- Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Blütenduft:
- mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)
Blüten stark duftend
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)
Rhizom waagrecht; am Grund zwei häutigen scheidigen Niederblättern (den Grund des Scheinstängels umfassend)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Niederblätter vorhanden
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Rhizom waagrecht; am Grund zwei häutigen scheidigen Niederblättern (den Grund des Scheinstängels umfassend)
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Farbe: glauk (blaugrün)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- mit Blattscheide
- Nervatur parallel-/bogennervig
- Spreite lanzettlich
Rhizom am Grund zwei häutigen scheidigen Niederblättern (den Grund des Scheinstängels umfassend); Laubblattspreiten breit-lanzettlich bis elliptisch, oberseits matt, unterseits glänzend
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel lang (deutlich)
am Grund zwei häutigen scheidigen Niederblättern (den Grund des Scheinstängels umfassend)
Rosette:
- Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)
Lebensraum:
- Wälder und Forste
Trockene, basische bis schwach bodensaure (Edellaub-)Wälder
Ökologie:
Trockene, basische bis schwach bodensaure (Edellaub-)Wälder
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–subalpin
Geologie/Boden:
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
Trockene, basische bis schwach bodensaure (Edellaub-)Wälder
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
V–VI


