Gewöhnlich-Haselnuss

Corylus avellana


Gattung (genus)

Hasel / Corylus

Familie (familia)

Birkengewächse / Betulaceae


Synonyme: GewöhnlicheHaselnuss, Haselstrauch, Haselnussstrauch, (deutschkärntnerisch:) „Håslnuußn“; (burgenland-kroatisch:) liska, lišnjak

Strauch; Rinde glatt; junge Sprossachsen und Laubblattstiele mit zahlreichen rotköpfigen Drüsenhaaren, neben hell­köpfigen und drüsenlosen; Stipeln stumpf; Laubblattstiel (0,5)1(2) cm lang; Fruchthülle nicht oder nur wenig län­ger als die Frucht, nicht verdickt, nur oben unregelmäßig zerschlitzt, drüsenlos. Höhe: 1–5(10) m. Nanophanerophyt. (I)II–IV. Gebüsche, Edellaubwälder und deren Säume; aus­schlagfähige Pionierpflanze, Halblichtgehölz; collin–montan; sehr häufig. Wildgemüse, Wildobst: Frucht (= Hasel­nuss) essbar. Auch als Zier- und Obststrauch kultiviert. (Zier-Sorten, z.B. Korkenzieher-Hasel / Corylus avellana ‘Contorta’: Zweige auffallend schraubig gebogen, Laubblätter kraus).  

 

Detailbeschreibung
Details

Lebensform:

NPh

Strauch

Wuchsform:

  • verholzt

Wuchshöhe:

  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: 1–5(10) m.

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Pflanze einhäusig

Blüte lange vor den Laubblättern erscheinend

Blütenstand:

  • Typ: Kätzchen/Zapfen (=verholzende Ähre oder Scheinähre)

♀ Blütenstand knospenförmig, aufrecht-abstehend

♂ Kätzchen länglich- bis linealisch-walzlich, stets hängend

♂ Kätzchen meist hängend; ♀ und ♂ Blüte ohne oder mit unscheinbarer Blütenhülle (Perigon)

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten unterständig

Narben dunkelpurpurrot

Fruchtknoten 1, unterständig

Narben 2

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter

Staubblätter (scheinbar) 8 (mit nur je 1 Theke, tat­sächlich also 8 halbe Staubblätter)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze drüsig

Rinde glatt

junge Sprossachsen und Laubblattstiele mit zahlreichen rotköpfigen Drüsenhaaren, neben hell­köpfigen und drüsenlosen

junge Äste und Laubblattstiele mit (rötlichen) Drüsenhaaren

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • mit Nebenblättern (und/oder Nebenblättchen)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite rundlich
  • Spreitengrund herzförmig
  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattrand: doppelt gesägt
  • Blattstellung: Wechselständig

Laubblätter wechselständig, sommergrün

Frucht nicht geflügelt, von einer Hülle umgeben (diese becherförmig, sackförmig oder flach und 3-lappig); ♂ Blüte ohne Blütenhülle; Antheren an der Spitze mit einem Haarbüschel (Lupe!); ♀ Blüte mit Blütenhülle. —

Laubblattspreite meist rundlich bis verkehrteiförmig, zuge­spitzt, 2×-gesägt, am Grund herzförmig           

Stipeln stumpf

Blattstiel:

Laubblattstiel (0,5)1(2) cm lang

Knospen:

  • Knospen abgerundet

Winterknospen elliptisch, stumpf, etwas zusammen­ge­drückt („pantoffelförmig“), behaart

Frucht:

Fruchthülle nicht oder nur wenig län­ger als die Frucht, nicht verdickt, nur oben unregelmäßig zerschlitzt, drüsenlos

Frucht ellipsoid bis fast kugelig, essbar

Frucht 1–2 cm lang

Fruchthülle becherförmig, ± zerschlitzt

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Wälder und Forste

Gebüsche, Edellaubwälder und deren Säume

Ökologie:

aus­schlagfähige Pionierpflanze

Halblichtgehölz

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Blütezeit:

  • 01- Januar
  • 02 - Februar
  • 03 - März
  • 04 - April

(I)II–IV