Micheli-Zypergras

Cyperus michelianus

Gattung (genus)

Zypergras / Cyperus

Familie (familia)

Sauergrasgewächse / Cyperaceae


Synonyme: Seggenbinse, Zwergzypergras; Dichostylis micheliana

Pflanze dichte Rasen bildend; Grundblätter mit purpurroten Scheiden; Ährchenstand kopfig kugelig bis breit-ovoid; Ährchen 4 mm lang; Spelzen undeutlich 3-zeilig angeordnet, länglich, weißlich, zugespitzt; Staubblätter (1)2(3); Narben 2. Grösse: (1)5–10(20) cm im Querschnitt. Therophyt. VII–IX. Tro­ckengefallene Altwässer, schlammige oder sandige Ufer, Schlammböden abge­lassener Teiche, Sandgruben, überflutete Äcker; Nanocyperion: Dichostylido miche­lianae-Gnaphalietum uliginosae; collin; sehr selten. Im Nordburgenland (Leithaboden; Raab­tal); (Eurasien, Indonesien, Australien, neo­phytisch in Nordamerika).

 

Detailbeschreibung
Details

Gebiet:

  • Nordburgenland

sehr selten

Nord-Burgenland (Leithaboden; Raab­tal)

Lebensform:

Th.

Wuchsform:

  • annuell

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Größe: (1)5–10(20) cm im Querschnitt

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig

Blüten zwittrig

Blütenstand:

  • Typ: Kopf/Köpfchen
  • Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)

Ährchenstand kopfig kugelig bis breitovoid

Ährchen 4 mm lang

Spelzen undeutlich 3-zeilig angeordnet, länglich, weißlich, zugespitzt

Blütenstand ohne zusätzliche, seitliche, gestielte Köpfe

Hochblatt unter dem Ährchenstand 4–6× so lang wie dieser

Ährchen mit 2-zeilig angeordneten Spelzen

Ährchen mehr als 4-blütig

alle Spelzen fertil (d.h. alle sind echte Deckblätter) oder nur die unters­ten 1–2 steril

 

Blütenblätter:

  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")

Perigonborsten fehlend

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Fruchtknoten oberständig

Narben 2

Fruchtknoten oberständig, 1-fächrig

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Anzahl: 3 Staubblätter

Staubblätter (1)2(3)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Stängel kantig

Pflanze dichte Rasen bildend

Stängel markig, meist 3-kantig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

Laubblätter wechselständig, 3-zeilig angeordnet

Blattscheiden meist geschlossen

Grundblätter mit purpurroten Scheiden

Frucht:

Frucht: 3-kantige oder linsenförmige Nuss

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Ufer und Röhrichte
  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Äcker und Ackerrandstreifen

Tro­ckengefallene Altwässer, schlammige oder sandige Ufer, Schlammböden abge­lassener Teiche, Sandgruben, überflutete Äcker

Nanocyperion: Dichostylido miche­lianae-Gnaphalietum uliginosae

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VII–IX