Wiesen-Knäuelgras

Dactylis glomerata

Gattung (genus)

Dactylis glomerata agg.

Gattung (genus)

Knäuelgras / Dactylis

Familie (familia)

Süßgräser / Poaceae


Synonym: Gewöhnliches Knäuelgras 

Pflanze ± glauk oder ± graugrün; Kompakt-Hochgrasstaude (meist starke basale Bestockung); Stängel am Grund aufrecht, nicht oder nur kurz (2–3 cm) lang, aufsteigend; Stängel am Grund 2–6 mm im Durchmesser; trockene Fruchtstängel nicht über den Winter erhalten bleibend; oberstes Stängelblätter oft aufrecht-abstehend; Laubblattspreite (4)5–9 mm breit; Rispe mit 3-eckigem Umriss, stark geknäuelt, unterer Rispenzweig weit abstehend, später zusammengezogen, Spitze (fast) aufrecht; Ährchen (2)3–4(5)-blütig (?); Hüllspelze grün bis rötlich, nicht durchscheinend, die untere 1-nervig, Kiel der oberen Hüllspelze und der Deckspelze mit längeren und mit längeren und kürzeren steifen Haaren, Deckspelze auf der Fläche kahl, seltener rau bis kurzhaarig; Deckspelzengranne der unteren Blüten deutlich, 1–2 mm lang. Hemikryptophyt. V–VII(–XI).   

Im Burgenland kommt nur die Unterart Dactylis glomerata subsp. glomerata vor. Weitere Informationen siehe dort.

Anmerkung: Die Unterarten sind noch unzureichend erforscht. 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

auch als Futtergras kultiviert

Lebensform:

Wuchsform:

Pflanze ± glauk oder ± graugrün

trockene Fruchtstängel nicht über den Winter erhalten bleibend

Kompakt-Hochgrasstaude (meist starke basale Bestockung)

 

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

siehe Unterart

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • windbestäubt (anemophil)

Ährchen (2)3–4(5)-blütig (?)

Blütenstand:

  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)
  • Typ: Rispe/Schirmrispe

Rispe mit 3-eckigem Umriss, stark geknäuelt

unterer Rispenzweig weit abstehend, später zusammengezogen, Spitze (fast) aufrecht

Hüllspelze grün bis rötlich, nicht durchscheinend, die untere 1-nervig, Kiel der oberen Hüllspelze und der Deckspelze mit längeren und mit längeren und kürzeren steifen Haaren; Deckspelzengranne der unteren Blüten deutlich, 1–2 mm lang

Deckspelze auf der Fläche kahl, seltener rau bis kurzhaarig

Blütenblätter:

  • Farbe: grünlich
  • Farbe: violett
  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")
  • Farbe: rot

Hüllspelze grün bis rötlich, nicht durchscheinend, die untere 1-nervig, Kiel der oberen Hüllspelze und der Deckspelze mit längeren und mit längeren und kürzeren steifen Haaren

Deckspelzengranne der unteren Blüten deutlich, 1–2 mm lang

Ährchen (2)3–4(5)-blütig (?)

Deckspelze auf der Fläche kahl, seltener rau bis kurzhaarig

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 3 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 3 Kelchblätter
  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

Kompakt-Hochgrasstaude (meist starke basale Bestockung)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Knoten deutlich erkennbar (Poaceae)
  • Pflanze glauk/bereift
  • Pflanze kahl
  • Stängel zusammengedrückt/zweischneidig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
  • Pflanze immergrün oder wintergrün

Pflanze ± glauk oder ± graugrün

trockene Fruchtstängel nicht über den Winter erhalten bleibend

Kompakt-Hochgrasstaude (meist starke basale Bestockung)

Stängel am Grund aufrecht, nicht od. nur kurz (2–3 cm) lang, aufsteigend

Stängel am Grund 2–6 mm Durchmesser

oberstes Stängelblatt oft aufrecht-abstehend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • mit Blatthäutchen (Ligula)
  • mit Blattscheide
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite linealisch
  • Spreite gekielt (mit an Unterseite stark hervortretender Mittelrippe)

Pflanze ± glauk oder ± graugrün

oberstes Stängelblatt oft aufrecht-abstehend

Laubblattspreite (4)5–9 mm breit

Blattstiel:

Phänologie:

Lichtkeimer

Fruchtstand:

trockene Fruchtstängel nicht über den Winter erhalten bleibend

Frucht:

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Ruderalstandorte
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

siehe Unterart

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober
  • 11 - November

V–VII(–XI)