Stechapfel

Datura

Familie (familia)

Nachtschattengewächse / Solanaceae


Die Gattung umfasst weltweit neun Arten, von denen drei in Europa heimisch sind.

Pflanze krautig; Zweige stets dornenlos, jedoch manchmal stachelig; Blüten meist einzeln in den Achseln der oberen Laubblätter, Laubblätter einfach,  ungeteilt, gestielt; Spreite meist eiförmigKelch länglich-röhrig, 5-kantig, der obere Teil abfallend, der untere bis zur Fruchtreife erhalten bleibend, nicht oder nur wenig vergrößert, die Frucht nicht umhüllend; Krone 50–190 mm lang, trichterig, weiß (sehr selten helllilablau), mit fein zugespitzten Zipfeln; Kronzipfel kürzer als die Kronröhre; Anthere kürzer als der Staubfaden, die Antheren nicht kegelförmig zusammenneigend; Frucht: Kapsel, stachelig, ca. 35–50(60) mm lang, meist eiförmig (selten fast kugelig). Samen flach, ≈ 1 mm dick, im Umriss ≈ nierenförmig.       

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Ureinheimisch = indigen
  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Nur Einzelblüten
  • Infloreszenz wenigblütig

Blüten meist einzeln in den Achseln der oberen Laubblätter

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) spitz
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: blau
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Blüten trichter- oder radförmig

Krone 50–190 mm lang, trichterig, weiß (sehr selten helllilablau), mit fein zugespitzten Zipfeln; Kronzipfel kürzer als die Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Anthere kürzer als der Staubfaden, die Antheren nicht kegelförmig zusammenneigend

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Kelch länglich-röhrig, 5-kantig, der obere Teil abfallend, der untere bis zur Fruchtreife erhalten bleibend, nicht oder nur wenig vergrößert, die Frucht nicht umhüllend

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze krautig; Zweige stets dornenlos, jedoch manchmal stachelig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Spreite eiförmig

Laubblätter einfach,  ungeteilt, gestielt

Spreite meist eiförmig

Blattstiel:

Fruchtstand:

Kelch länglich-röhrig, 5-kantig, der obere Teil abfallend, der untere bis zur Fruchtreife erhalten bleibend, nicht oder nur wenig vergrößert, die Frucht nicht umhüllend

Frucht:

  • Kapsel
  • Oberfläche: dornig/stachelig

Frucht: Kapsel, stachelig, ca. 35–50(60) mm lang, meist eiförmig (selten fast kugelig)

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen flach, ≈ 1 mm dick, im Umriss ≈ nierenförmig.       

Lebensraum:

  • Ruderalstandorte

Ökologie:

  • Störungszeiger
  • wärmeliebend (thermophil)

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober