Vielblüten-Backenklee

Dorycnium herbaceum


Gattung (genus)

Dorycnium pentaphyllum s. lat.

Gattung (genus)

Backenklee / Dorycnium

Familie (familia)

Schmetterlingsblütler / Fabaceae


Die Gattung Dorycnium wird nach aktueller Lehrmeinung in die Gattung Lotus integriert, die Art heißt daher laut EF4 Lotus herbaceus.

Synonyme: „Krautiger Backenklee“,Holziger Backenklee; Dorycnium pentaphyllum subsp. herbaceum, Dorycnium herbacaeum

Halbstrauch: untere Äste ± holzig; Blättchen locker abstehend behaart (oft ± verkahlend); mittlere Blättchen lanzettlich, 7–18 mm lang und (2)4–6 mm breit, 3–5× so lang wie breit; Blütenstand meist ohne oder nur mit einigen wenigen Deckblättern; (12)15–25-blütig; Blütenstiel so lang oder länger als die Kelchröhre; Blüten duftend; Fahne (3)4–5 mm lang; Kelch 1,5–2 mm lang, meist nur spärlich kurz anliegend be­haart. Frucht 1,5 mm breit, längsrunzelig. Höhe: 15–40 cm; Größe: 30–65 cm lang. Chamaephyt. VI–VIII. Lehmige, trockene Wiesen, (Eichen-)Wald­ränder; basenhold; collin–submontan; zerstreut bis selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)

Halbstrauch: untere Äste ± holzig

Wuchsform:

  • verholzt

Halbstrauch: untere Äste ± holzig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 15–40 cm

Größe: 30–65 cm lang

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln

Blüten duftend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Kopf/Köpfchen

Blütenstand (12)15–25-blütig

Blütenstiel so lang od. länger als die Kelchröhre

Blütenstand meist ohne od. nur mit einigen wenigen Deckblättern

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Schmetterlingsblüte

Fahne (3)4–5 mm lang

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch behaart oder bewimpert
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Blütenstiel so lang od. länger als die Kelchröhre

Kelch 1,5–2 mm lang

Kelch meist nur spärlich kurz anliegend behaart

Blütenduft:

Blütenduft: Orangenblüte-Isabella+Lindenblüte

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze behaart

Halbstrauch: untere Äste ± holzig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, handförmig
  • Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Spreite lanzettlich

Laubblätter fünfzählig gefingert

Blättchen locker abstehend behaart (oft ± verkahlend)

mittlere Blättchen lanzettlich, 7–18 mm lang u. (2)4–6 mm breit, 3–5× so lang wie breit

Blattstiel:

Frucht:

  • Hülse (hängend, sich mit zwei Klappen öffnend)

Frucht 1,5 mm breit, längsrunzelig

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Lehmige, trockene Wiesen, (Eichen-)Waldränder

Ökologie:

Lehmige, trockene Wiesen, (Eichen-)Waldränder

basenhold

Zeigerwerte: 7 6 4 3 9 3

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin–submontan

Geologie/Boden:

  • Dichte Böden (lehmig, tonig)
  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Lehmige, trockene Wiesen, (Eichen-)Waldränder

basenhold

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

VI–VIII