Eryngium campestre

Feld-Mannstreu


Synonym

Eryngium campestre

Gattung (genus)

Eryngium

Familie (familia)

Apiaceae


Allgemeine Information

GrundB der blühenden Pf 1–2×-fiederschnittig. — Kopf eifmg-kugelig, 1–1,5 cm Æ; HüllB in einen stechenden Enddorn auslaufend

Köpfe u. HüllB grünl.h’grau; Kro weißl. bis graugrün; obere u. mittlere StgB mit 2 auffallenden, stachelig gezähnten LB’Zipfeln den Stg umfassend. — Pf weißl.- bis bläul.-, slt grasgrün, sehr ästig, meist fast halbkugelig (Steppenroller!); LB’Ab­schnitte ≈ 5–15(20) mm br. H: 20–60 cm. H He. VII–IX(X). Trockenrasen, trocke­ne Mager­weiden, Wegränder, Bahndämme; coll–subm(–mont); in Ö im Pann hfg, sonst slt. UÖG; – B, W, N, O, (St, K†, S†, T); – Lom (vbr), SüdT†, TN (slt), VR, VI. RL: Ö: nVL 3; TN 1; BL 2. – (2n = 28) Feld-M., Gewöhnliche M., „Steppenhexe“, „Laufdistel“, „Windlafer“ / E. campestre

      Anm.: Die LB der JungPf sind lg gestielt, einfach, eifmg-längl., entfernt kerbsägig.

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

in Östereich im Pannonikum häufig, sonst selten

Lebensform:

Wuchsform:

Pflanze sehr ästig, meist fast halbkugelig (Steppenroller!)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 20–60 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Fliegen
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Schmetterlinge

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Kopf/Köpfchen
  • Typ: Dolde

Kopf eiförmig-kugelig, 1–1,5 cm im Durchmesser

Hüllblätter in einen stechenden Enddorn auslaufend

Köpfe u. Hüllblätter grünlich hellgrau

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: weiß oder cremefarben

Krone weißlich bis graugrün

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten unterständig
  • Fruchtblätter verwachsen
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

Kelchblätter in einen Dorn auslaufend

 

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Pfahlwurzel

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • mit Dornen/Stacheln
  • Hochblätter vorhanden
  • Pflanze glauk/bereift
  • Pflanze kahl
  • Pflanze rauh
  • Seitentriebe abstehend/ ausladend
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Hüllblätter in einen stechenden Enddorn auslaufend

Pflanze weißlich- bis bläulich-, selten grasgrün, sehr ästig, meist fast halbkugelig (Steppenroller!)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • mit Blattscheide
  • Spreite linealisch
  • Spreite eiförmig

Pflanze distelartig

Grundblätter der blühenden Pflanzen 1–2×-fiederschnittig

Hüllblätter in einen stechenden Enddorn auslaufend, linealisch

Köpfe u. Hüllblätter grünlich hellgrau

obere u. mittlere Stängelblätter mit 2 auffallenden, stachelig gezähnten Laubblattzipfeln den Stängel umfassend

Laubblattabschnitte ≈ 5–15(20) mm breit

 

Anm.: Die Laubblätter der Jungpflanzen sind lang gestielt, einfach, eiförmig-länglich, entfernt kerbsägig.

 

Blattstiel:

obere u. mittlere Stängelblätter mit 2 auffallenden, stachelig gezähnten Laubblattzipfeln den Stängel umfassend

Anm.: Die Laubblätter der Jungpflanzen sind lang gestielt, einfach, eiförmig-länglich, entfernt kerbsägig.

 

Rosette:

Keimblätter:

  • Zwei Keimblätter (Zweikeimblättrige)

Phänologie:

Licht- und Frostkeimer

Frucht:

  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)
  • Oberfläche: dornig/stachelig

 

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Teilfrüchte einsamig

Lebensraum:

  • Trockenrasen
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Trockenrasen, trockene Magerweiden, Wegränder, Bahndämme

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • Beweidungszeiger (wird von Vieh nicht oder kaum gefressen)
  • Lichtliebend (=heliophil)

Trockenrasen, trockene Magerweiden, Wegränder, Bahndämme

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–submontan(–montan)

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)
  • Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)
  • Selbstausbreitung (Autochorie)

Steppenroller (Streuausbreitung)

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VII–IX(X)