Eigentlicher Wiesen-Augentrost

Euphrasia officinalis


Gattung (genus)

Euphrasia officinalis agg.

Gattung (genus)

Augentrost / Euphrasia

Familie (familia)

Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae


Im Burgenland die einzige Unterart von Euphrasia officinalis, weitere Informationen siehe dort. Laut EF4 heißt diese Unterart besser Euphrasia officinalis subsp. pratensis.

Synonyme: Drüsiger Wiesen-Augentrost; Euphrasia rostkoviana, Euphrasia officinalis subsp. monticula, Euphrasia officinalis subsp. montana

Laubblatt und Deckblätter drüsenhaarig. Deckblätter (sowie mittlere und obere Laubblätter) mit 4–6(9) Zähnen pro Seite; unterste Blüten am (3.)6.–10.(14.) Knoten oberhalb der Keimblätter; Krone (6,5)8–12,5 mm lang. Höhe: 5–25(40) cm. Frische (Mager-)Wiesen und Weiderasen; (submontan–)montan(–subalpin); häufig bis zerstreut.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Volksarzneipflanze

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • krautig
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)

Anm.: Die beiden folgenden Unterarten (Ökotypen) unterscheiden sich ausschließlich in dem Merkmal der Bedrüsung SCHAEFTLEIN1967, 1969), fast die gesamte Merkmalsvariation wird miteinander geteilt (die angeführten scheinbaren Unterscheidungsmerkmale geben den jeweiligen Schwerpunkt innerhalb des gesamten Variationsspektrums der Art an, und in mittleren Höhenlagen gehen die beiden Unterarten fließend ineinander über ; eine Ausnahme sind nur großwüchsige und stark verzweigte Morphotypen, die immer bedrüst sind.

 

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
  • Typ: Traube

Deckblatt mit breit abgerundetem bis schwach herzförmigem, selten keiligem Spreitengrund

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: violett
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

siehe Euphrasia officinalis agg.

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Haustorien

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Anm.: Die beiden folgenden Unterarten (Ökotypen) unterscheiden sich ausschließlich in dem Merkmal der Bedrüsung SCHAEFTLEIN1967, 1969), fast die gesamte Merkmalsvariation wird miteinander geteilt (die angeführten scheinbaren Unterscheidungsmerkmale geben den jeweiligen Schwerpunkt innerhalb des gesamten Variationsspektrums der Art an, und in mittleren Höhenlagen gehen die beiden Unterarten fließend ineinander über ; eine Ausnahme sind nur großwüchsige und stark verzweigte Morphotypen, die immer bedrüst sind.

siehe Euphrasia officinalis agg.

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Spreitengrund herzförmig

Deckblatt mit breit abgerundetem bis schwach herzförmigem, selten keiligem Spreitengrund

 

Anm.: Die beiden folgenden Unterarten (Ökotypen) unterscheiden sich ausschließlich in dem Merkmal der Bedrüsung SCHAEFTLEIN1967, 1969), fast die gesamte Merkmalsvariation wird miteinander geteilt (die angeführten scheinbaren Unterscheidungsmerkmale geben den jeweiligen Schwerpunkt innerhalb des gesamten Variationsspektrums der Art an, und in mittleren Höhenlagen gehen die beiden Unterarten fließend ineinander über ; eine Ausnahme sind nur großwüchsige und stark verzweigte Morphotypen, die immer bedrüst sind.

siehe Euphrasia officinalis agg.

Blattstiel:

Deckblatt mit breit abgerundetem bis schwach herzförmigem, selten keiligem Spreitengrund

Phänologie:

Kältekeimer

Frucht:

siehe Euphrasia officinalis agg.

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Höhenstufen:

  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober