



Quirl-Esche
Fraxinus angustifolia
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Pannonische Esche, Ungarische Esche, Schmalblatt-Esche, Spitzblatt-Esche; Fraxinus oxycarpa s. lat., Fraxinus oxycarpa var. angustifolia, Fraxinus parvifolia, Fraxinus angustifolia subsp. pannonica, Fraxinus angustifolia subsp. oxycarpa p. p.
Winterknospen braun; seitliche Winterknospen stellenweise dicht gedrängt, oft quirlständig zu 3; Laubblätter 5–13-zählig, Fiedern mit ca. so vielen Zähnen wie Seitennerven, Sägezähne ± aufwärts gekrümmt, in der Blättchen-Mitte ≈ 2–3 Zähne pro cm; seitliche Fiedern meist 10–25(30) mm breit, länglich-eilanzettlich bis schmal-lanzettlich, am Grund allmählich verschmälert, daher fast gestielt, (fast) sitzend, gesägt, oberseits kahl (manchmal anfangs auch etwas behaart); Fiedern der Laubblätter von Jungpflanzen rundlich; Herbstfärbung: purpurrot; Blüten vor den Laubblättern erscheinend, geruchlos; Blütenstand seitenständig, meist (1,5)2–6 cm lang, an vorjährigen Trieben (in den Achseln abgefallener Laubblätter des Vorjahrs); Windbestäubung; Blütenstand: Traube, 15–20-blütig; andromonözisch; Kelch und Krone fehlend; Narbenlappen bogig abstehend; Fruchtkörper (also ohne Berücksichtigung des Flügels) sowie Samen,flach (2-schneidig); Fruchtflügel meist 7–9(11) mm breit; Same in der Frucht länger als die Hälfte der gesamten Flügelfrucht. Höhe: 10–20(30) m. V Makrophanerophyt. III(IV). Sommerwarme Auwälder; collin; selten. Im Pannonikum: Auen an Donau unterhalb Wiens, March, Thaya und Leitha, im Seewinkel.
Anmerkung: Im Burgenland (wie auch in Österreich) kommt nur die Unterart subsp. danubialis vor. Hybriden zwischen der Edel- und der Quirl-Esche / Fraxinus angustifolia× excelsior werden gelegentlich forstlich gepflanzt (z.B. in den March-Auen).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Hybriden zwischen der Edel- und der Quirl-Esche / Fraxinus angustifolia × excelsior werden gelegentlich forstlich gepflanzt (z.B. in den March-Auen)
Gebiet:
- Nordburgenland
Im Pannonikum: Auen an Donau unterhalb Wiens, March, Thaya und Leitha, im Seewinkel
Lebensform:
- Phanerophyt (Bäume und Sträucher)
- Phanerophyt: Makrophanerophyt (Baum)
Wuchsform:
- ausdauernd
- verholzt
- pollakanth (mehrmals blühend)
Wuchshöhe:
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Blütenbiologie:
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
- Blüten zwittrig
- Pflanze einhäusig
- windbestäubt (anemophil)
Windbestäubung
andromonözisch
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
- Infloreszenz vielblütig
- Infloreszenz dichtblütig
- Typ: Traube
Blüten vor den Laubblättern erscheinend, geruchlos
Blütenstand seitenständig, meist (1,5)2–6 cm lang, an vorjährigen Trieben (in den Achseln abgefallener Laubblätter des Vorjahrs)
Blütenstand: Traube, 15–20-blütig
Blütenblätter:
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")
Kelch und Krone fehlend
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
andromonözisch
Narbenlappen bogig abstehend
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Staubblätter frei
andromonözisch
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Blütenduft:
- ohne Blütenduft
Blüten geruchlos
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Herbstfärbung: purpurrot
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
- Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
- Blattrand: gezähnt
- Blattrand: gesägt
- Blattstellung: Gegenständig
- Farbe: dunkelgrün
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Nervatur fieder-/netznervig
- Spreite eiförmig
- Spreite lanzettlich
- Spreite rundlich
Laubblätter 5–13-zählig, Fiedern mit ca. so vielen Zähnen wie Seitennerven, Sägezähne ± aufwärts gekrümmt, in der Blättchen-Mitte ≈ 2–3 Zähne pro cm
seitliche Fiedern meist 10–25(30) mm breit, länglich-eilanzettlich bis schmal-lanzettlich, am Grund allmählich verschmälert, daher fast gestielt, (fast) sitzend, gesägt, oberseits kahl (manchmal anfangs auch etwas behaart)
Fiedern der Laubblätter von Jungpflanzen rundlich
Herbstfärbung: purpurrot
Blüten vor den Laubblättern erscheinen
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel lang (deutlich)
seitliche Fiedern am Grund allmählich verschmälert, daher fast gestielt, (fast) sitzend
Knospen:
- Knospen abgerundet
Winterknospen braun; seitliche Winterknospen stellenweise dicht gedrängt, oft quirlständig zu 3
Frucht:
Fruchtkörper (also ohne Berücksichtigung des Flügels) sowie Samen, flach (2-schneidig)
Fruchtflügel meist 7–9(11) mm breit
Same in der Frucht länger als die Hälfte der gesamten Flügelfrucht
Lebensraum:
- Auwälder
Sommerwarme Auwälder
Im Pannonikum: Auen an Donau unterhalb Wiens, March, Thaya und Leitha, im Seewinkel
Hybriden zwischen der Edel- und der Quirl-Esche / Fraxinus angustifolia × excelsior werden gelegentlich forstlich gepflanzt (z.B. in den March-Auen).
Ökologie:
- wärmeliebend (thermophil)
Sommerwarme Auwälder
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Geologie/Boden:
Sommerwarme Auwälder
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
- Flugfrucht (Anemochorie)
Blütezeit:
- 03 - März
- 04 - April
III(IV)



