Böhmen-Gelbstern

Gagea bohemica


Gattung (genus)

Gelbstern / Gagea

Familie (familia)

Liliengewächse / Liliaceae


Synonyme:  „Felsen-Gelbstern“; Gagea saxatilis = Gagea bohemica subsp. saxa­tilis

Stängel grün, oben meist ± behaart bis kahl, unten fast stets kahl; Stängelblätter 3–5(7), meist wechselständig, (1)2–5 mm breit, in eine dünne Spitze verschmälert, die oberen schmal und oft bewimpert, die unteren meist viel breiter und gänzlich kahl; Grundblätter 2, halbstielrund, oberseits mit deutlicher, aber schwacher Längsrille, kahl; 0,5–1 mm breit, am Grund weißlich oder grünlich; Blütenstand 1–2(4)-blütig; Blütenstiel (2)5–20 mm lang, meist ± dicht bis locker behaart, seltener kahl; Perigonblatt oberhalb der Mitte am breitesten, abgerundet, gänzlich kahl (selten bewimpert?), 9–17 mm lang (sich während der Anthese vergrößernd), schwach spatelig, vorn abgerundet, kahl; Griffel kahl. Blühfaul, oft nichtblühende Rasen (vegetative Populationen mit fädlichen Laubblättern) bildend. Höhe: (1)2–5(10?) cm. Geophyt. II–III. Seichtgründige Silikat-Trockenrasen, Fels- und Schot­tersteppen; karbonatmeidend; collin; selten bis sehr selten. Im Pannonikum. Nord-Burgenland. (Submediterran-pontisch-pannonisch).

Die beiden Unterarten subsp. bohemica und subsp. saxatilis lassen sich zufolge John & Herdam (2009) nicht aufrechterhalten. Andernfalls gehören die Populationen im Gebiet wohl zu subsp. bohemica.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

  • Nordburgenland

Lebensform:

Blühfaul, oft nichtblühende Rasen (vegetative Populationen mit fädlichen Laubblättern) bildend

Wuchsform:

  • krautig

Blühfaul, oft nichtblühende Rasen (vegetative Populationen mit fädlichen Laubblättern) bildend

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend

Höhe: (1)2–5(10?) cm.

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Infloreszenz wenigblütig

Blütenstand 1–2(4)-blütig

Blütenstiel (2)5–20 mm lang

Blühfaul, oft nichtblühende Rasen (vegetative Populationen mit fädlichen Laubblättern) bildend

Blütenblätter:

  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Farbe: gelb

Perigonblatt oberhalb der Mitte am breitesten, abgerundet, gänzlich kahl (selten bewimpert?)

Perigonblatt 9–17 mm lang (sich während der Anthese vergrößernd), schwach spatelig, vorn abgerundet, kahl

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig

Griffel kahl

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Zwiebel

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Stängel grün, oben meist ± behaart bis kahl, unten fast stets kahl

Stängelblätter 3–5(7), meist wechselständig

Blühfaul, oft nichtblühende Rasen (vegetative Populationen mit fädlichen Laubblättern) bildend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • Spreite linealisch
  • Querschnitt: Spreite rinnenförmig

Grundblätter 0,5–1 mm breit, am Grund weißlich od. grünlich

zwei Grundblätter, halbstielrund, oberseits mit deutlicher, aber schwacher Längsrille, kahl

Stängelblätter 3–5(7), meist wechselständig, (1)2–5 mm breit, in eine dünne Spitze verschmälert, die oberen schmal u. oft bewimpert, die unteren meist viel breiter u. gänzlich kahl

Blühfaul, oft nichtblühende Rasen (vegetative Populationen mit fädlichen Laubblättern) bildend

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Trockenrasen
  • Felsstandorte

Seichtgründige Silikat-Trockenrasen, Fels- u. Schottersteppen

 

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)
  • Lichtliebend (=heliophil)

Seichtgründige Silikat-Trockenrasen, Fels- u. Schottersteppen; karbonatmeidend

Zeigerwerte: 9 7 6 2 2 2

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Geologie/Boden:

  • Säureliebend (=acidophil)
  • Flachgründige Böden

Seichtgründige Silikat-Trockenrasen, Fels- u. Schottersteppen; karbonatmeidend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 03 - März
  • 02 - Februar

II–III