Silber-Goldnessel

Galeobdolon argentatum

Gattung (genus)

Galeobdolon luteum agg.

Gattung (genus)

Goldnessel / Galeobdolon

Familie (familia)

Lippenblütler / Lamiaceae


Synonyme: Silberblatt-Goldnessel; Lamiastrum argenteum, Lamiastrum galeobdolon subsp. argentatum,Lamium galeobdolon f. argentatum, Lamium montanum var. florentinum = ’Florentinum’, cv. Varie­gatum, Lamium argentatum

Pflanze nach der Blütezeit mit oberirdischen Ausläufern (Legtrieben); Stängel am Grund fast nur an den Kanten abwärts anliegend behaart, Flächen der blühenden Stängel (frisch) schwach querrunzelig.Laubblattspreite (aller Laubblätter) stets auffallend silberweiß gefleckt; Scheinquirle 5–10-blütig; Kelch (fruchtend) länger als 12–15 mm lang; Krone (21)23–28(31) mm lang, sattgelb, vordere Wimpern der Kronoberlippe 1,2–1,7(2,3) mm lang; Kronoberlippe 7,5–11 mm breit, breit-elliptisch-helmförmig, braun-fleckig. Höhe: 20–50 cm. Chamaephyt. IV–VI(VII). Zierpflanze und verwildernd (etabliert): Waldschläge, siedlungsnahe Gehölze, halbruderale Gebüsche; Stinsenpflanze; collin–submontan(–montan, zerstreut.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Zierpflanze und verwildernd (etabliert)

Lebensform:

  • Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Pflanze nach der Blütezeit mit oberirdischen Ausläufern (Legtrieben)

Laubblattspreite (aller Laubblätter) stets auffallend silberweiß gefleckt

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 20–50 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Flächen der blühenden Stängel (frisch) schwach querrunzelig

Scheinquirle 5–10-blütig

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Krone behaart oder am Rand bewimpert
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone sattgelb, 17–25 mm lang

Krone (21)23–28(31) mm lang; vordere Wimpern der Kronoberlippe 1,2–1,7(2,3) mm lang

Kronoberlippe 7,5–11 mm breit, breit-elliptisch-helmförmig, braun-fleckig

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

Kelch (fruchtend) länger als 12–15 mm lang

 

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • mit oberirdischen Ausläufern (bzw. Kriech- oder Legtrieben)
  • Pflanze behaart
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze nach der Blütezeit mit oberirdischen Ausläufern (Legtrieben)

Stängel am Grund fast nur an den Kanten abwärts anliegend behaart

Laubblattspreite (aller Laubblätter) stets auffallend silberweiß gefleckt

Flächen der blühenden Stängel (frisch) schwach querrunzelig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Oberfläche: gefleckt (mit hellen oder dunklen Flecken) oder drüsig punktiert
  • Spreite eiförmig
  • Spreite lanzettlich

Laubblattspreite (aller Laubblätter) stets auffallend silberweiß gefleckt

 

Blattstiel:

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Lebensraum:

  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Ruderalstandorte

Zierpflanze und verwildernd (etabliert): Waldschläge, siedlungsnahe Gehölze, halbruderale Gebüsche; Stinsenpflanze

 

Ökologie:

  • Störungszeiger

Zierpflanze und verwildernd (etabliert): Waldschläge, siedlungsnahe Gehölze, halbruderale Gebüsche; Stinsenpflanze

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–submontan(–montan)

 

Geologie/Boden:

Zierpflanze und verwildernd (etabliert): Waldschläge, siedlungsnahe Gehölze, halbruderale Gebüsche; Stinsenpflanze

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über Legtriebe

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

IV–VI(VII)