Schmalblatt-Hohlzahn
Galeopsis angustifolia
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Dalanum angustifolium, Ladanella angustifolia, Galeopsis ladanum subsp. angustifolia
Laubblätter schmallanzettlich, 2–6 mm breit, 4–15× so lang wie breit, ganzrandig oder jederseits höchstens mit 4 kleinen, entfernten Zähnen; Vorblätter meist so lang bis länger als der Kelch; Kelchhaare meist anliegend, warzig (mikroskopische Vergrösserung!), matt. Kelchröhre meist bleich(-grünlich); Krone (2)3× so lang wie der Kelch; Höcker auf der Kronunterlippe niedrig und stumpf. Höhe: 10–30(70) cm. ☉ Therophyt. VI–X. Karbonatreiche Schotterfluren (Schmalblatthohlzahngesellschaft), Dämme, Bahnschotter, Kiesgruben, auch trockene Sommergetreideäcker (besonders Stoppeläcker); collin–montan, zerstreut bis selten.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 10–30(70) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Vorblätter meist so lang bis länger als der Kelch
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
Krone (2)3× so lang wie der Kelch
Höcker auf der Kronunterlippe niedrig und stumpf
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- Anzahl: 5 Kelchblätter
- Kelchzähne deutlich
- Kelchzähne deutlich: zugespitzt
- Kelch verwachsenblättrig
Vorblätter meist so lang bis länger als der Kelch
Kelchhaare meist anliegend, warzig (mikroskopische Vergrösserung!), matt
Kelchröhre meist bleich(-grünlich)
Krone (2)3× so lang wie der Kelch
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Gegenständig
- Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
- Grösse: klein (1 bis 2 cm)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Spreite lanzettlich
Laubblätter schmallanzettlich, 2–6 mm breit, 4–15× so lang wie breit, ganzrandig oder jederseits höchstens mit 4 kleinen, entfernten Zähnen
Blattstiel:
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
- Frucht zwei- bis wenigsamig
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Felsstandorte
- Ruderalstandorte
Karbonatreiche Schotterfluren (Schmalblatthohlzahngesellschaft), Dämme, Bahnschotter, Kiesgruben, auch trockene Sommergetreideäcker (besonders Stoppeläcker)
Ökologie:
- An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
Karbonatreiche Schotterfluren (Schmalblatthohlzahngesellschaft), Dämme, Bahnschotter, Kiesgruben, auch trockene Sommergetreideäcker (besonders Stoppeläcker)
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan
Geologie/Boden:
- Flachgründige Böden
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
- Lockere Böden (kiesig, sandig)
Karbonatreiche Schotterfluren (Schmalblatthohlzahngesellschaft), Dämme, Bahnschotter, Kiesgruben, auch trockene Sommergetreideäcker (besonders Stoppeläcker)
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VI–X