Dorn-Hohlzahn
Galeopsis tetrahit
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Stechender Hohlzahn, Kleiner Hohlzahn, Gewöhnlicher Hohlzahn, Große Hanfnessel, Daunnessel, (besonders oberösterreichisch:) „Daun“ und „Dau[n]staudn“, „Dauwuazn“, „Dan“ und „Dorn“
Stängel unmittelbar unter den Knoten meist stark verdickt, von abstehenden oder abwärts gerichteten Borsten stechend-steifhaarig, oft mit vereinzelten Drüsenhaaren. Laubblattzähne am Grund meist breiter als 5 mm. Köpfe der langen Drüsenhaare des Kelchs (und Stängels) mehrheitlich dunkel (neben drüsenlosen Haaren); Kelchzipfel dornig-stechend; Krone 15–20(28) mm lang, purpurrot oder weiß, Mittellappen der Unterlippe quadratisch, gezähnelt, nicht oder wenig ausgerandet, hell gesäumt oder weiß, oft mit gelbem Fleck und violetter Zeichnung. Höhe: (10)20–30(60) cm. ☉ Therophyt. VI–X. Frische Waldschläge und Ruderalfluren, frische bis feuchte Äcker (besonders Kartoffeläcker); Nährstoffzeiger; collin–montan(–subalpin); häufig. Wildgemüse.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: (10)20–30(60) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz dichtblütig
- Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Scheinquirle
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) spitz
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Farbe: violett
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone 15–20(28) mm lang, purpurrot oder weiß, Mittellappen der Unterlippe quadratisch, gezähnelt, nicht oder wenig ausgerandet, hell gesäumt oder weiß, oft mit gelbem Fleck und violetter Zeichnung.
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Stängel unmittelbar unter den Knoten meist stark verdickt, von abstehenden oder abwärts gerichteten Borsten stechend-steifhaarig, oft mit vereinzelten Drüsenhaaren. Köpfe der langen Drüsenhaare des Kelchs (und Stängels) mehrheitlich dunkel (neben drüsenlosen Haaren)
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gekerbt
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Gegenständig
- Farbe: dunkelgrün
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Nervatur fieder-/netznervig
- Spreite eiförmig
- Spreite lanzettlich
Laubblattzähne am Grund meist breiter als 5 mm
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Samen:
- Frucht zwei- bis wenigsamig
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Ruderalstandorte
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
- Äcker und Ackerrandstreifen
Frische Waldschläge und Ruderalfluren, frische bis feuchte Äcker (besonders Kartoffeläcker); Nährstoffzeiger
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
- Störungszeiger
- Staunässezeiger/Vernässungszeiger
Frische Waldschläge und Ruderalfluren, frische bis feuchte Äcker (besonders Kartoffeläcker); Nährstoffzeiger
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan(–subalpin)
Geologie/Boden:
Frische Waldschläge und Ruderalfluren, frische bis feuchte Äcker (besonders Kartoffeläcker); Nährstoffzeiger
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VI–X