Österreich-Labkraut
Galium austriacum
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Galium pusillum var. nitidum, Galium asperum var. austriacum, Galium pumilum subsp. austriacum
Pflanze locker horstig-rasig; Stängel am Grund oft rötlich; untere Stängelglieder kahl bis deutlich mit Stachelchen behaart; mittlere Stängelglieder meist 1,5–2,5× so lang wie die Laubblätter; zumindest untere Stängelknoten mit einem Stachelborstenkranz; Laubblätter linealisch, (10)11–24(27)× so lang wie breit, Laubblattrand mit meist rückwärts gerichteten Stachelchen; Blütenstand kurz, mit langen Seitenästen, daher breit-pyramidenförmig oder schirmförmig, meist weniger als 2× so lang wie breit; Krone weiß. Höhe: (8)12–20(30) cm. Hemikryptophyt. (V)VI–VIII. Trockenrasen, Schwarzföhrenwälder, Felsschutt; über Kalk, Dolomit und Serpentin; collin–montan; selten. In Österreich hauptsächlich in den nordöstlichsten Kalkalpen zwischen Perchtoldsdorf, Schneeberg und Türnitzer Höger, westliche Vorposten im Salza-Tal und im Gesäuse. Süd-Burgenland. (Ostalpisch-karpatisch.)
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Verbreitung:
Ostalpisch-karpatisch
Gebiet:
- Südburgenland
In Österreich hauptsächlich in den nordöstlichsten Kalkalpen zwischen Perchtoldsdorf, Schneeberg und Türnitzer Höger, westliche Vorposten im Salza-Tal und im Gesäuse
Süd-Burgenland
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
- Lockerrasiger Wuchs
- Horstiger Wuchs
Pflanze locker horstig-rasig
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: (8)12–20(30) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Typ: Rispe/Schirmrispe
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Blütenstand kurz, mit langen Seitenästen, daher breit-pyramidenförmig oder schirmförmig, meist weniger als 2× so lang wie breit
Blütenblätter:
- Anzahl: 4
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
Krone weiß
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- mit Dornen/Stacheln
- Pflanze behaart
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Pflanze locker horstig-rasig
Stängel am Grund oft rötlich; untere Stängelglieder kahl bis deutlich mit Stachelchen behaart
mittlere Stängelglieder meist 1,5–2,5× so lang wie die Laubblätter
zumindest untere Stängelknoten mit einem Stachelborstenkranz
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Gegenständig
- Blattstellung: Quirlständig
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Spreite linealisch
Laubblätter linealisch, (10)11–24(27)× so lang wie breit, Laubblattrand mit meist rückwärts gerichteten Stachelchen
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
Lebensraum:
- Trockenrasen
- Wälder und Forste
- Felsstandorte
Trockenrasen, Schwarzföhrenwälder, Felsschutt; über Kalk, Dolomit und Serpentin
In Österreich hauptsächlich in den nordöstlichsten Kalkalpen zwischen Perchtoldsdorf, Schneeberg und Türnitzer Höger, westliche Vorposten im Salza-Tal und im Gesäuse. Süd-Burgenland.
Ökologie:
- An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
Trockenrasen, Schwarzföhrenwälder, Felsschutt; über Kalk, Dolomit und Serpentin
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan
Geologie/Boden:
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
Trockenrasen, Schwarzföhrenwälder, Felsschutt; über Kalk, Dolomit und Serpentin
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
(V)VI–VIII

