Gewöhnliches Blaugrün-Labkraut

Galium glaucum s.str.


Gattung (genus)

Galium glaucum agg.

Gattung (genus)

Labkraut / Galium

Familie (familia)

Kaffeegewächse / Rubiaceae


Synonyme: Seegrünes L., Meergrünes L., Labkrautartiger Waldmeister; Asperula glauca, Asperula galioides

Unterirdische Ausläufer vorhanden, mindestens (5)10 cm lang; Stängel (2)3–4 mm im Querschnitt, am Grund manchmal behaart; Laubblattquirl (6)7–9(12)-zählig; Laubblätter linealisch, 1–3(4) mm breit; Teilblütenstand im Umriss kegelförmig (mindestens so lang wie breit); Blütenstiele 0,5–1,3(2) mm lang. Pollenkorn-Durchmesser 24–27 μm. Höhe: 40–80(100) cm. Hemikryptophyt. (IV)V–VII. Halbtrockenrasen, Trockenwald­säume; karbonatliebend; collin–untermontan; im Pannonikum häufig, sonst selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

im Pannonikum häufig, sonst selten

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Unterirdische Ausläufer vorhanden, mindestens (5)10 cm lang

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 40–80(100) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
  • Typ: Rispe/Schirmrispe

Teilblütenstand im Umriss kegelförmig (mindestens so lang wie breit); Blütenstiele 0,5–1,3(2) mm lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)

Unterirdische Ausläufer vorhanden, mindestens (5)10 cm lang

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Unterirdische Ausläufer vorhanden, mindestens (5)10 cm lang

Stängel (2)3–4 mm im Querschnitt, am Grund manchmal behaart

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattstellung: Quirlständig
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • mit Nebenblättern (und/oder Nebenblättchen)
  • Querschnitt: Spreite umgerollt (nach unten)
  • Spreite linealisch

Laubblattquirl (6)7–9(12)-zählig; Laubblätter linealisch, 1–3(4) mm breit

Blattstiel:

Frucht:

  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Halbtrockenrasen
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Halbtrockenrasen, Trockenwald­säume; karbonatliebend

im Pannonikum häufig, sonst selten

Ökologie:

Halbtrockenrasen, Trockenwald­säume; karbonatliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Halbtrockenrasen, Trockenwald­säume; karbonatliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

(IV)V–VII