Echt-Gnadenkraut

Gratiola officinalis


Gattung (genus)

Gnadenkraut / Gratiola

Familie (familia)

Wegerichgewächse / Plantaginaceae


Rhizome kriechend; Pflanze kahl; Stängel meist unverzweigt, unten stielrund, oben 4-kantig; Laubbatt sitzend, 2–5 cm lang und 4–10 mm breit, länglich-lanzettlich, mit 3 Längsnerven, fein drüsig punktiert; Blütenstiel kürzer als das Deckblatt; Krone (10)15–20 mm lang. Höhe: 15–40 cm. Hemikryptophyt. VI–VIII(–X). Auwiesen (Überschwemmungswiesen), Niedermoorwiesen, Gräben; collin–submontan; selten. Auch angesalbt an Gewässerrändern etc.. Volksarzneipflanze, giftig.  Echt-G., Gottes-G./ G. officinalis

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Ureinheimisch = indigen
  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Auch angesalbt an Gewässerrändern etc..

Volksarzneipflanze, giftig

 

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Rhizome kriechend; Pflanze kahl; Stängel meist unverzweigt

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 15–40 cm

 

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Typ: Traube

Blütenstiel kürzer als das Deckblatt

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone (10)15–20 mm lang

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Staminodien (oft in Form von Nektarblättern)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Rhizome kriechend

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Rhizome kriechend

Pflanze kahl; Stängel meist unverzweigt, unten stielrund, oben 4-kantig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite lanzettlich
  • Oberfläche: gefleckt (mit hellen oder dunklen Flecken) oder drüsig punktiert

Laubblätter sitzend,2–5 cm lang und 4–10 mm breit, länglich-lanzettlich, mit 3 Längsnerven, fein drüsig punktiert

Volksarzneipflanze, giftig

 

Blattstiel:

Laubblätter sitzend

Frucht:

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Ufer und Röhrichte

Auwiesen (Überschwemmungswiesen), Niedermoorwiesen, Gräben

Auch angesalbt an Gewässerrändern etc..

 

Ökologie:

  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Auwiesen (Überschwemmungswiesen), Niedermoorwiesen, Gräben

Auch angesalbt an Gewässerrändern etc.

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin–submontan

Geologie/Boden:

Auwiesen (Überschwemmungswiesen),Niedermoorwiesen, Gräben

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VI–VIII(–X)