Schwarzwurzel-Gipskraut
Gypsophila scorzonerifolia
Gattung (genus)
Gipskraut ieS & Kuhnelke / Gypsophila
Familie (familia)
Nelkengewächse / Caryophyllaceae
Synonyme: Schwarzwurzelblättriges Gipskraut, Spitzblatt-Gipskraut, Gypsophila acutifolia
Pflanze blaugrün, meist oben verzweigt mit aufrecht-abstehenden Zweigen; Stängel unten kahl; Laubblätter 5–10× so lang wie breit, wenigstens die größeren unteren breiter als 10 mm, lanzettlich, 3- bis mehrnervig, lang zugespitzt, kahl; Blütenstände (besonders die Blütenstiele und Kelche) drüsenhaarig; Blüten rund 10 mm im Durchmesser; Kelch mit abwechselnd grünen und weißlich-trockenhäutigen Längsstreifen, nicht bauchig, ungeflügelt, Kelchzipfel häutig berandet; Kronblätter am Grund allmählich (keilig) verschmälert, deutlich ausgerandet, unterseits hellpurpurn, oberseits fast weiß; Griffel kürzer als die Krone. Höhe: 50–150(180) cm. Hemikryptophyt. Blütezeit: VI–X. Werks- und Bahngelände, Wiesenbrachen, Straßen- und Wegränder, über Sand, Schlacke, Schotter; salztolerant; unbeständig bis lokal etabliert; collin; sehr selten.
Detailbeschreibung
Flora status:
unbeständig bis lokal etabliert
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- pollakanth (mehrmals blühend)
- krautig
Wuchshöhe:
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Höhe: 50–150(180) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz lockerblütig
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Blütenstände (besonders die Blütenstiele und Kelche) drüsenhaarig
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Apex: Blütenblätter vorne ausgerandet (herzförmig, eingebuchtet, etc)
Blüten rund 10 mm im Durchmesser
Kronblätter am Grund allmählich (keilig) verschmälert, deutlich ausgerandet, unterseits hellpurpurn, oberseits fast weiß
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
Griffel kürzer als die Krone
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter frei
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Pflanze blaugrün, meist oben verzweigt mit aufrecht-abstehenden Zweigen; Stängel unten kahl
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Gegenständig
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Nervatur parallel-/bogennervig
- Spreite lanzettlich
Laubblätter 5–10× so lang wie breit, wenigstens die größeren unteren breiter als 10 mm, lanzettlich, 3- bis mehrnervig, lang zugespitzt, kahl
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Ruderalstandorte
Werks- und Bahngelände, Wiesenbrachen, Straßen- und Wegränder, über Sand, Schlacke, Schotter; salztolerant; unbeständig bis lokal etabliert
Ökologie:
- Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
Werks- und Bahngelände, Wiesenbrachen, Straßen- und Wegränder, über Sand, Schlacke, Schotter; salztolerant
unbeständig bis lokal etabliert
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Geologie/Boden:
Werks- und Bahngelände, Wiesenbrachen, Straßen- und Wegränder, über Sand, Schlacke, Schotter; salztolerant
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VI–X