Wiesen-Wildalant

Pentanema britannicum


Gattung (genus)

Wildalant / Pentanema

Familie (familia)

Korbblütler / Asteraceae


Alle wildlebenden Arten der Gattung Inula werden laut aktueller Lehrmeinung in die Gattung Pentanema umgelagert.

Die ehemalige Inula britannica heißt laut EF4 Pentanema britannicum

 

Synonym: Wiesen-Alant, Bretagne-Alant 

Wurzelsprosse vorhanden; Stängel (1)3–15(30)-körbig; Laubblätter oberseits mäßig seiden­haarig bis fast kahl und nicht drüsig, unterseits mäßig bis dicht seidenhaarig und sitzdrüsig; Grundblätter und untere Stängelblätter zur Blütezeit meist vertrocknet; obere Stängelblätter meist halbstängelumfassend, selten mit verschmälertem Grund sitzend; Körbe (20)25–45(50) mm im Durchmesser; untere (äußere) Hüllblätter meist abstehend bis ± zurückgeschlagen, so lang oder etwas länger als die oberen (inneren); obere Hüllblätter lineal-lanzettlich, kaum breiter als 1 mm; Rand der mittleren und oberen Hüllblätter (zwischen den Haaren) mit auffallend großen, gelben (Sitz-)Drüsen (Lupe!); Frucht 0,9–1,3 mm lang. Höhe: (15)20–60(75); ausdauernd (oft nur kurzlebig), Hemikryptophyt. VII–X. Ufer, Gräben, nährstoff- und basenreiche (auch schwach salzige), feuchte, zeit­weise überschwemmte Wiesen, Flussauen, auch (wech­sel-)trockene Halbruderalstellen (!); collin–untermontan; zerstreut bis selten. In Österreich im Pannonikum und Süd-Burgenland. Volksarzneipflanze.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

  • Nordburgenland
  • Südburgenland

In Österreich im Pannonikum und Süd-Burgenland

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wurzelsprosse vorhanden

Ausdauernd (oft nur kurzlebig)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: (15)20–60(75) cm.

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Korb/ Körbchen

Zungenblüten die Hülle deutlich überragend

Stängel, Laubblätter (zumindest unterseits) und Hüllblätter ± anliegend seidenhaarig

Korbstand locker

Körbe (20)25–45(55) mm im Durchmesser

untere (äußere) Hüllblätter meist abstehend bis ± zurückgeschlagen, so lang oder etwas länger als die oberen (inneren)

Rand der mittleren und oberen Hüllblätter (zwischen den Haaren) mit auffallend großen, gelben (Sitz-)Drüsen (Lupe!)

Stängel (1)3–15(30)-körbig

Körbe (20)25–45(50) mm im Durchmesser

obere Hüllblätter lineal-lanzettlich, kaum breiter als 1 mm

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten zungenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: orange
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Zungen sattgelb

Zungen meist 10–25 mm lang

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

Fruchtknoten und Frucht behaart

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

Wurzelsprosse

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Stängel, Laubblätter (zumindest unterseits) und Hüllblätter ± anliegend seidenhaarig

Stängel in der Regel locker beblättert

Korbstand locker

Grundblätter und untere Stängelblätter zur Blütezeit meist vertrocknet; Wurzelsprosse vorhanden

Stängel (1)3–15(30)-körbig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Behaarung: Haartyp: Drüsenhaare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)

Laubblatt netznervig, Spreite elliptisch bis länglich-lanzettllich

Stängel, Laubblätter (zumindest unterseits) und Hüllblätter ± anliegend seidenhaarig

Stängel in der Regel locker beblättert

Grundblätter und untere Stängelblätter zur Blütezeit meist vertrocknet; Laubblätter oberseits mäßig seidenhaarig bis fast kahl und nicht drüsig, unterseits mäßig bis dicht seidenhaarig und sitzdrüsig

obere Stängelblätter meist halbstängelumfassend, selten mit verschmälertem Grund sitzend

Volksarzneipflanze

Blattstiel:

obere Stängelblätter meist halbstängelumfassend, selten mit verschmälertem Grund sitzend

Rosette:

  • Rosette zur Blütezeit vertrocknet

Grundblätter und untere Stängelblätter zur Blütezeit meist vertrocknet

Frucht:

Fruchtknoten und Frucht behaart

Frucht 0,9–1,3 mm lang

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Auwälder
  • Ruderalstandorte
  • Ufer und Röhrichte
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Ufer, Gräben, nährstoff- und basenreiche (auch schwach salzige), feuchte, zeitweise überschwemmte Wiesen, Flussauen, auch (wechsel-)trockene Halbruderalstellen (!)

In Österreich im Pannonikum und Süd-Burgenland

Ökologie:

  • Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
  • Wechselfeuchtezeiger
  • Störungszeiger
  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Ufer, Gräben, nährstoff- und basenreiche (auch schwach salzige), feuchte, zeitweise überschwemmte Wiesen, Flussauen, auch (wechsel-)trockene Halbruderalstellen (!)

In Österreich im Pannonikum und Süd-Burgenland

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Ufer, Gräben, nährstoff- und basenreiche (auch schwach salzige), feuchte, zeitweise überschwemmte Wiesen, Flussauen, auch (wechsel-)trockene Halbruderalstellen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

Wurzelsprosse vorhanden

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VII–X